Bilanz für 2013
NRW-Bürger zahlen am meisten für Energiewende

Fast drei Milliarden Euro an Ökostrom-Umlage zahlten Stromkunden in Nordrhein-Westfalen im letzten Jahr netto. Am besten kam dem BDEW zufolge Bayern weg.
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FrankfurtDie Bürger in Nordrhein-Westfalen zahlen im Bundesländervergleich am meisten für die Energiewende. Das geht aus Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervor, über die am Dienstag die "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" berichtete und die der Nachrichtenagentur AFP vorliegen. Während demnach die Nordrhein-Westfalen 2013 netto rund 2,9 Milliarden Euro bezahlten, war Bayern mit netto 770 Millionen Euro Mittelzufluss größter Profiteur.

Der BDEW bezog in seine Berechnungen Umlagezahlungen und Mittelverteilungen aufgrund des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ein. Den Angaben zufolge erhielten die Besitzer von Ökostromanlagen in Nordrhein-Westfalen 2013 rund 1,6 Milliarden Euro EEG-Förderung. Die dortigen Stromkunden zahlten aber über die EEG-Umlage gut 4,5 Milliarden Euro. Während die Bayern 3,2 Milliarden Euro einzahlten, erhielten Besitzer von Ökostromanlagen in dem Freistaat vier Milliarden Euro Förderung.

Die EEG-Umlage zur Förderung des Ökostroms müssen Privathaushalte und Unternehmen zahlen. Energieintensive Betriebe sind ausgenommen oder bekommen Rabatte. Die Zahl der Ausnahmen ist in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen.

In sechs Länder - neben Bayern auch Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Niedersachsen - floss den Berechnungen zufolge mehr Förderung, als die Stromkunden an EEG-Umlage zahlten. Neben NRW gehörten Hessen mit einem Minus von 923 Milionen Euro und Baden-Württemberg mit 1,1 Milliarden Euro Minus zu den Bundesländern, in denen Stromkunden weit mehr an Umlage zahlten, als Ökostrombesitzer in ihrem Land gefördert werden.

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