Bundesnetzagentur
Deutsches Stromnetz sehr zuverlässig

Eine knappe Viertelstunde standen die Deutschen im vergangenen Jahr durchschnittlich ohne Strom da. Damit verbesserte sich die Versorgung der Haushalte sogar zum Vorjahr. Die Energiewende ist dafür aber nicht der Grund.
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BonnDie Stromversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung der Bundesnetzagentur trotz des holprigen Starts der Energiewende weiterhin sehr zuverlässig. Im vergangenen Jahr waren die Haushalte im Durchschnitt 15,91 Minuten ohne Strom, wie die Aufsichtsbehörde am Donnerstag in Bonn mitteilte. Die Dauer der Versorgungsunterbrechungen lag damit nur geringfügig über den Werten von 2011 und deutlich unter dem Mittelwert der Jahre 2006 bis 2011.

„Ein maßgeblicher Einfluss der Energiewende und der damit einhergehenden steigenden dezentralen Erzeugungsleistung auf die Versorgungsqualität kann somit für das Berichtsjahr ausgeschlossen werden“, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.

Der Behördenchef hatte erst vor wenigen Tagen seine Zuversicht signalisiert, dass die Stromnetze auch im kommenden Winter den Belastungen standhalten werden. „Die Lage ist angespannt, aber wir halten sie für beherrschbar, der Blackout steht nicht vor der Tür“, sagte Homann auf einem Energiekongress in München.

Um größere Schwankungen im Netz abzufedern, sollen nicht zuletzt Reservekraftwerke mit einer Gesamtleistung von 2540 Megawatt zum Einsatz kommen, die die Übertragungsnetzbetreiber auch im Winter vorhalten werden. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien mit ihrer stark schwankenden Einspeisung ist es insgesamt schwieriger geworden, die Netzstabilität zu halten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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