Deutsche Brauer
Fracking-Gesetz ist unzureichend

Die Brunnen der Hersteller müssten stärker geschützt werden, fordert der Deutsche Brauer-Bund. Die Bundesregierung argumentiert mit rechtlichen Problemen dagegen.
  • 2

OsnabrückDie deutschen Brauer haben das geplante Fracking-Gesetz der Bundesregierung als unzureichend kritisiert. Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Brauer-Bundes, Holger Eichele, sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Donnerstag, es sei "absurd und völlig unverständlich", dass Trinkwasserbrunnen von Lebensmittelherstellern und Brunnen von Brauereien, Mineral- und Heilquellen nicht erfasst würden. Diese würden nicht eigens geschützt.

Begründet wird die Ausnahme von der Bundesregierung nach Angaben des Brauer-Bundes mit rechtlichen Problemen. Gemeinsam mit dem Verband Deutscher Mineralbrunnen sowie der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) rief der Brauer-Bund dem Bericht zufolge ein "Bündnis zum Schutz von Wasser" ins Leben, um strenge Auflagen für die Energiegewinnung durch Fracking zu erreichen.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) hatte in der "Rheinischen Post" vom Mittwoch vor einer Woche angekündigt, die umstrittene Fracking-Technologie zur Förderung von Schiefergas bis mindestens 2021 zu verbieten. Gleichzeitig sollen für das konventionelle Fracking, das es in Deutschland seit Jahrzehnten gibt, erstmals strenge Auflagen gelten. Für die Bundesregierung habe der Schutz des Trinkwassers und der Gesundheit oberste Priorität, hieß es.

Bei der Fracking-Methode wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Sand, Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und das darin enthaltenen Erdgas zu fördern. Die Technologie ist umstritten, weil durch die eingesetzten Chemikalien das Trinkwasser verunreinigt werden könnte.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%