Ehrgeizige Pläne
Europas Windkraftbranche will sparen

Bessere Wettervorhersagen, neue Formen bei Windturbinen und eine bessere Vernetzung der Anlagen sollen die Kosten für die Stromproduktion von Windparks deutlich senken.
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BarcelonaDie europäischen Windkraftunternehmen wollen ihre Kosten für die Stromproduktion deutlich senken. Im Jahr 2030 solle Windstrom auf See um 50 Prozent billiger erzeugt werden als 2008, sagte der Chef des Europäischen Windenergie-Verbands EWEA, Jacopo Moccia, am Mittwoch in Barcelona, wo sich die Branche derzeit zum Jahreskongress versammelt. Bei Windkraftanlagen an Land soll Moccia zufolge die Stromproduktion um 20 Prozent günstiger werden.

Um dies zu erreichen, habe der Verband eine Reihe von vorrangigen Maßnahmen festgelegt, führte Moccia aus. Dazu zählten unter anderem bessere Wettervorhersagen, Änderungen an der Form der Windturbinen und eine bessere Anbindung der Anlagen ans Stromnetz.

"Wir glauben, dass diese Pläne ehrgeizig, aber technisch machbar sind", sagte der EWEA-Chef. Schätzungen zufolge kostet die Erzeugung von einer Megawattstunde Windstrom mit Anlagen an Land derzeit 80 bis 100 Euro, bei Offshore-Anlagen sind es 180 bis 200 Euro.

Moccia erklärte, die Branche wolle im Jahr 2030 einen Anteil von 25 Prozent an der europäischen Stromversorgung erreichen. Im Jahr 2013 habe der Anteil bei acht Prozent gelegen.

In mehreren europäischen Ländern war zuletzt die Förderung von Windkraft zurückgefahren worden. In Deutschland plant Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) mit der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ebenfalls eine Reduktion.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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