Eigenheim modernisieren
Gut gedämmt ist die halbe Miete

Besonders energieeffizient gelten Eigenheime aus der Fabrik und auch ältere Fertighäuser lassen sich nachrüsten. Bei der Modernisierung müssen allerdings die Kosten abgewägt werden.
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Die Bundesregierung ist unzufrieden. Das Projekt „Energiewende“ läuft nicht rund. Dem erklärten Ziel, bis zum Jahr 2050 den Energieverbrauch von Gebäuden um 80 Prozent zu senken, hinkt man jedenfalls mächtig hinterher. Gerade einmal ein Prozent aller bestehenden Häuser wird derzeit pro Jahr wärmetechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Viel zu wenig, um Deutschlands Häuser bis zur Jahrhundertmitte wie versprochen auf Klimaneutralität zu trimmen. Dazu müsste die Sanierungsquote anderthalbmal so hoch liegen, sagt die Deutsche Energie-Agentur (Dena).

Im März dieses Jahres starteten Bundesregierung und Dena deshalb eine neue Kampagne: Unter dem Motto „Die Hauswende“ will sie Eigentümern die Dringlichkeit der Sanierungserfordernisse vor Augen führen und sie so motivieren, möglichst rasch in die Modernisierung der eigenen vier Wände zu investieren.

Der Nachholbedarf ist groß: Die Dena schätzt, dass noch etwa 60 Prozent der 15 Millionen Ein- und Zweifamilienhäuser unzureichend gedämmt sind. Nur bei einem kleinen Teil von ihnen dürfte es sich dabei allerdings um Fertighäuser handeln. Groben Schätzungen zufolge ist höchstens jedes zehnte deutsche Eigenheim ein vorgefertigtes Haus in Holztafelbauweise. Seine Besonderheit: Es wird komplett in der Werkshalle vorproduziert und in wenigen Tagen auf der Baustelle montiert.

„Energetisch betrachtet stehen auch die älteren dieser Häuser nicht schlecht da“, sagt Achim Fischer, Bauexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Da die Außenwände in der Regel aus einer mit Dämmstoff ausgefachten und mit Holzwerkstoff- und Gipskartonplatten verkleideten Holzrahmenkonstruktion bestehen, haben sie - und hatten dies schon immer - energetisch einige Vorteile gegenüber einem gemauerten Haus: Schon bei vergleichsweise geringer Wandstärke lässt sich ein hoher Wärmeschutz erreichen.

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Der Häuslebauer unter Sanierungsdruck

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