Energie
Prinzip Hoffnung

Eine nationale Kohlekraftwerksgesellschaft wäre keine schlechte Idee. Die Misere der deutschen Kraftwerksbetreiber hängt schließlich maßgeblich mit dem staatlich verordneten Richtungswechsel zusammen.
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Der Staat hat es eingebrockt, der Staat soll es nun wieder richten und eine nationale Gesellschaft für Steinkohlekraftwerke einrichten. Diese Forderung klingt durchaus logisch und könnte sogar von Erfolg gekrönt sein. Dafür sprechen die Erfahrungen mit dem nationalen Zechenkonzern RAG.

Die Bundesregierung hatte schließlich nach dem Unfall im Kernkraftwerk in Fukushima die Energiewende ausgerufen. Die Rahmendaten wurden abrupt geändert und damit unkalkulierbar – auch und gerade für die deutschen Kraftwerksbetreiber wie Eon, Vattenfall oder RWE. Ihre aktuelle Misere hängt maßgeblich mit dem staatlich verordneten Richtungswechsel zusammen.

Erst kürzlich hat RWE Wertberichtigungen von rund drei Milliarden Euro auf ihre konventionellen Kraftwerke vorgenommen. Begründung: Die Ertragslage habe sich wegen des extrem niedrigen Strompreises, ausgelöst durch den Boom an grünem Strom, stark verschlechtert.

Der Vorschlag der Gewerkschaft IG BCE zur Neuordnung der Energiebranche erscheint vor diesem Hintergrund positiv. Gewerkschaftschef Michael Vassiliadis hat eine nationale Betreibergesellschaft für die deutschen Steinkohlekraftwerke ins Gespräch gebracht.

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