Energiewende
Energiebranche will rasche Entscheidungen

Die Energiebranche fordert eine Konkretisierung der Energiepolitik– schnellstmöglich. Ihre Wunschkombination für die kommende Bundesregierung wäre Schwarz-Rot. Denn: Union und SPD sind für industriefreundliche Reformen.
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Düsseldorf, BerlinDie Energiebranche drängt auf rasche Entscheidungen in der Energiepolitik. „Angesichts langer Investitionszyklen braucht der Energiesektor verlässliche politische Rahmenbedingungen“, sagte Peter Blauwhoff, Chef der Deutsche Shell Holding, dem Handelsblatt.

Mit konkreten Koalitionsempfehlungen haben sich die Manager bisher zwar zurückgehalten. Eine Präferenz für Schwarz-Rot ist allerdings unverkennbar. Werner Brinker, Vorstandschef des fünftgrößten deutschen Energieversorgers EWE, traut sich nun als erster Manager der Branche aus der Deckung: „Bei Union und SPD wäre ich optimistisch, dass es schnell zu konkreten Ergebnissen kommt“, sagte Brinker dem Handelsblatt.

Infografik Woher kommen die Rohstoffe für deutsche Energie?



Die Energiepolitiker aus Union und SPD hören das gerne. Aus ihrer Sicht stellt eine Große Koalition die beste Lösung dar. Hinter den Kulissen feilen die Fachpolitiker in Bund und Ländern bereits an Konzepten, die man für Koalitionsverhandlungen ins Spiel bringen will. Union und SPD sind dabei nicht weit auseinander. Auf beiden Seiten gibt es große Sympathien für Branchenmodelle zur Reform des Energiemarktes, wie sie etwa der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) ersonnen hat. Demnach soll künftig die Bereitstellung von Kraftwerksleistung honoriert werden: Die benötigte Leistung wird ausgeschrieben und auktioniert.

Bislang können Kraftwerksbetreiber nur mit dem Verkauf von Strom Geld verdienen. Dass sie ein Kraftwerk bereithalten und damit zur Stabilität des Systems beitragen, wird nicht honoriert. Da Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen immer häufiger die Märkte flutet, fallen die Stromgroßhandelspreise. Zugleich sinkt die Auslastung moderner Gaskraftwerke dramatisch. Moderne Anlagen lassen sich oft nicht mehr rentabel betreiben und müssen vom Netz genommen werden.

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Reformansichten von CDU und SPD liegen nahe beieinander

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