Energiewende
Wo jetzt dringend umgesteuert werden muss

Die Energiewende ist eine Aufgabe mit enormem Koordinierungsaufwand. Die Politik übernimmt eine zentrale Rolle dabei, das System ohne Verwerfungen umzubauen. In sechs Punkten ist rasches Umsteuern geboten.
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1. Erneuerbare Energien müssen sich stärker am Bedarf orientieren

Es ist ohne Frage ein Erfolg, dass mittlerweile 23 Prozent des in Deutschland produzierten Stroms aus erneuerbaren Quellen stammen. Doch manchmal ist dieser Erfolg teuer erkauft. Es mehren sich die Stunden und Tage, an denen der Wind- oder Sonnenstrom kein Segen, sondern eine Belastung ist. Er bringt die Netze an ihre Kapazitätsgrenzen. Und immer wieder gibt es ein Überangebot an Strom, für den dann niemand Verwendung hat. Dieser muss quasi entsorgt werden. Wer bereit ist, ihn abzunehmen, bekommt noch Geld obendrauf - die Folge sind die sogenannten negativen Strompreise.

Es ist zwingend erforderlich, Angebot und Nachfrage besser in Einklang zu bringen. Künftig darf das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht einfach nur die Stromerzeugung honorieren. Es muss Betreiber neuer Anlagen dazu bringen, sich an Erfordernissen des Marktes zu orientieren – etwa indem sie den Strom in Eigenregie verkaufen.

Anlagenbetreiber werden sich sehr schnell Wege einfallen lassen, nur noch Strom zu produzieren, der auch wirklich gebraucht wird. Dazu können sich sie sich mit Kraftwerksbetreibern, Großabnehmern und Dienstleistern zusammentun – oder in Speicher investieren.

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