Energiewirtschaft
Russland soll Atomkraftwerke in Südafrika bauen

Südafrika setzt auf eine Zusammenarbeit mit Russland, um seine lang vernachlässigte Energiewirtschaft aufzubauen. Die Länder haben ein Abkommen über den Bau von bis zu acht neuen Atomkraftwerken unterzeichnet.
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Russland soll bis 2030 in Südafrika Atomkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 9,6 Gigawatt bauen. Ein entsprechender Kooperationsvertrag mit einem Finanzvolumen von zehn Milliarden Dollar wurde am Montag unterzeichnet, wie beide Staaten bekanntgaben. Die Ankündigung kam überraschend und wurde am Rande einer internationalen Atomenergie-Konferenz in Wien verbreitet. Offenkundig ist Südafrika gewillt, sein Atomenergie-Programm trotz Finanzierungsproblemen voranzutreiben.

"Dieses Abkommen öffnet Südafrika die Tür zu russischer Technologie, Finanzmitteln und Infrastruktur", sagte Südafrikas Energieministerin Tina Joemat-Pettersson. Außerdem schaffe es eine solide Grundlage für eine weitere umfangreiche Zusammenarbeit. Der Generaldirektor von Rosatom, Sergej Kirienko, sagte, das Geschäft umfasse bis zu acht Atomkraftanlagen und schaffe Tausende Arbeitsplätze.

Südafrika hat seine Energiewirtschaft lange vernachlässigt und heute große Probleme, eine stabile Versorgung zu gewährleisten. Im Dezember hatte die Regierung erklärt, dass sie möglicherweise den Bau von Atomkraftwerken aufschiebe und statt dessen auf Kohle, Wasserkraft und Erdgas setze. Derzeit gibt es in Südafrika ein Atomkraftwerk, das rund fünf Prozent des im Land erzeugten Stroms liefert. Fast der gesamte Rest wird aus Kohle erzeugt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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