Japans Solarindustrie
Blaue Flecken für deutsche Hersteller

Der Boom der Solarenergie in Japan wird die Probleme der Branche nicht lösen. Denn deutsche Firmen treffen dort auf starke japanische Wettbewerber. Und es gibt noch ein größeres Problem.
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Die jüngste Solarmesse in Japan war ein Schaulaufen von Firmen aus Deutschland und der Welt, die sich einen Namen als Krisenfirmen gemacht haben. Gerade die deutschen Hersteller hoffen, sich am Solarboom in Japan gesundzustoßen. Doch sie könnten sich blaue Flecken holen.

Der Sanierungsfall Solarworld warb um japanische Solarprojekte, noch bevor das Unternehmen seinen radikalen Umbauplan aufgestellt hat. So auch die Pleitiers Q-Cells, nun koreanisch als Hanwha Q-Cells, und Conergy, dessen ausländisches Vertriebsnetz just vom US-Investor Kawa Capital Management übernommen wurde. Und Chinas gestrauchelter Solarriese Suntech Power trat in Japan über seine dortige Landesgesellschaft an.

Der Grund für den Andrang: Japan ist nach der Atomkatastrophe im Jahr 2011 nicht nur vom Atomstaat zum größten Wachstumsmarkt der Solarindustrie mutiert. Die damalige Regierung hat voriges Jahr die deutsche Idee eines Energieeinspeisegesetzes kopiert und mit generösen Abnahmepreisen für Ökostrom garniert.

Wichtiger noch, neue Kunden wie Industriekonzerne, Lokalregierungen oder Bauern sowie die Liberalisierung der regionalen Strommonopole eröffnen neue Chancen für den Einstieg. Zudem sind Japaner bereit, für Qualität aus Deutschland ein wenig mehr zu bezahlen.

Zusammengerechnet schwärmen deutsche Manager daher von Gewinnmargen im Projektgeschäft mit großen kommerziellen Anlagen, die es in Europa noch vor zwei Jahren gab. Conergy oder Solarworld haben schon Projekte laufen. Solarworld sponsert ein Projekt in Fukushima, das Feld- zu Energiebauern umwandeln will.

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Blaue Flecken für deutsche Hersteller

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Expansionsträume drohen zu platzen

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