Milliardenkredit
Indien fördert Energieprojekte in Nepal

Indien will den Bau neuer Wasserkraftwerke im Nachbarland Nepal fördern. Auch der Energiehandel zwischen den beiden Staaten soll ausgebaut werden. Nepal hat bisher keine funktionierende Stromversorgung.
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Indien hat Nepal einen Kredit von einer Milliarde Dollar (rund 740 Millionen Euro) für Energieprojekte in Aussicht gestellt. Das Geld solle vor allem in den Bau von Wasserkraftwerken fließen, sagte der indische Ministerpräsident Narendra Modi dem Parlament in Kathmandu am Sonntag. Zudem wolle sein Land den Umfang der Stromexporte nach Nepal verdoppeln. Zu diesem Zweck sollen in dem Himalayastaat neue Übertragungsleitungen gebaut werden.

Sobald die geplanten Kraftwerke in Nepal in Betrieb seien, würde Indien seinerseits Strom aus dem Nachbarland kaufen, erklärte Modi weiter.

Nepal leidet unter massiven Stromausfällen, bis zu zwölf Stunden am Tag sitzen die Menschen im Dunkeln. Die Kraftwerke im Land decken nur etwa die Hälfte des Bedarfs ab. Erschwert wird der Bau neuer Anlagen durch die politischen Folgen eines Aufstands kommunistischer Rebellen, der bis 2006 dauerte. Bislang schaffte es Nepal nicht, eine eigene Energiestrategie zu entwickeln.

Modi hält sich zu einem zweitägigen Besuch in Nepal auf. Am Sontag traf er mit seinem Kollegen Sushil Koirala zusammen. Für Montag ist eine Begegnung mit Präsident Ram Baran Yadav geplant.

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