ÖKO-ENERGIE : Privatleute hängen große Versorger ab

ÖKO-ENERGIE
Privatleute hängen große Versorger ab

Einen wichtigen Part bei der Energiewende in Deutschland spielen immer noch Privatpersonen. Viele haben sich an Bürgerwindparks beteiligt oder betreiben eigene Solaranlagen.
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Nicht Konzerne wie RWE oder Eon spielen bei der Energiewende die große Rolle. "Fonds, Gewerbebetriebe und Privatpersonen treiben die Energiewende maßgeblich voran", sagt Dirk Briese, Geschäftsführer von Trendresearch.

Gewerbebetriebe und Industrieunternehmen waren nach Berechnungen der Marktforscher aus Bremen 2012 die größten Investoren in Deutschland. Sie beteiligten sich für 4,4 Milliarden Euro an Grünstromanlagen. Fonds und Banken folgten auf Platz zwei mit 2,7 Milliarden Euro.

Die vier großen deutschen Energieversorger Eon, RWE, EnBW und Vattenfall fallen da weit zurück. Sie gaben 2012 gerade mal 0,3 Milliarden Euro für grüne Energien aus. Die Stadtwerke und andere kleinere Versorger ließen sich das rund eine Milliarde Euro kosten.

Die Traditionskonzerne, die lange den Markt unter sich aufgeteilt haben, stellen sich zwar zunehmend auf Öko-Strom um. Doch ihnen fehlt das Geld, um im großen Stil in erneuerbare Energien zu investieren. Denn in ihren konventionellen Kraftwerken brechen ihnen die Gewinne weg. "Wir müssen umdenken", räumte Hans Bünting, Chef von RWE Innogy, vor kurzem ein. Der Konzern kürzt seine Investitionen in erneuerbare Energien kräftig. Er will mehr mit Partnern zusammenarbeiten.

Einen wichtigen Part bei der Energiewende in Deutschland spielen aber immer noch Privatpersonen. "Ihnen gehört heute über ein Drittel aller installierten Anlagen", sagt Marktforscher Briese .Auch im Jahr 2012 lagen sie mit ihren Investitionen auf dem dritten Platz.

Viele haben sich schon früh an sogenannten Bürgerwindparks beteiligt. Und eine noch größere Zahl an Privatleuten betreibt heute eigene Solaranlagen.

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