Ökostrom-Reform: Erneuerbare-Energien-Verband lobt Kompromiss

Ökostrom-Reform
Erneuerbare-Energien-Verband lobt Kompromiss

Die Einigung zum künftigen Ausbau der erneuerbaren Energien gebe den Betreibern von Wind-, Solar- und Bioenergie-Anlagen Planungssicherheit und Freiräume. Der Strompreis werde aber nicht sofort sinken können.
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Die Ökostrom-Lobby bewertet den Bund-Länder-Kompromiss zum Ausbau von Wind-, Solar- und Bioenergie-Anlagen in Deutschland positiv. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), Hermann Falk, sprach am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin von "viel Licht in der Einigung". Das eine Verständigung gelungen sei, erleichtere Planungen in der betroffenen Industrie und gebe insbesondere den Unternehmern im Bereich Windenergie mehr Freiraum. Er räumte allerdings ein, das die Haushalte derzeit beim Strompreis noch keine Entlastungen zu spüren bekommen.

Mit kritischen Anmerkungen hielt sich der Vertreter der Erneuerbaren-Energien-Lobby eher zurück. "Wir haben immer schon gesagt, man kann mutiger, man kann rascher die Energiewende bewerkstelligen", merkte er an. Dem folge die Regierung nicht. Was dämpfende Auswirkungen der Energiewende auf den Strompreis angehe, so vertröstete Frank auf die Zukunft. "Wir werden irgendwann auch eine Dividende auf diese Energiewende haben", formulierte er. Aktuell werde sich die Preisentwicklung langsam stabilisieren. Irgendwann werde die erneuerbare Stromerzeugung billiger ausfallen als mit fossilen Brennstoffen.

Bund und Länder hatten sich am Dienstag auf einen Kompromiss zur künftigen Förderung der erneuerbaren Energien geeinigt. Die Ministerpräsidenten der Länder setzten bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt durch, dass sowohl die Ausbauziele für Windkraft höher ausfallen als auch Standorte in Binnenländern stärker gefördert werden als ursprünglich vorgesehen. Bei den Windparks auf hoher See sollen die Fördersätze moderater gesenkt und mehr Anlagen genehmigt werden können. Bayern und Thüringen setzten zudem Verbesserungen für Biogas-Anlagen durch.

Am Mittwoch reist Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel zu EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia, um eine Lösung im Streit um Ausnahmen für die Industrie bei der Ökostrom-Umlange zu finden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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