Peru
Zweckoptimismus beim Klimagipfel

Gipfel-Gastgeber Peru gibt sich optimistisch, das UN-Klimasekretariat auch und selbst Umweltschützer loben die konstruktive Atmosphäre der UN-Klimakonferenz. So weit so gut. Jetzt haben die Minister das Wort.
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Die Vereinten Nationen und Gastgeber Peru zeigen sich über den bisherigen Verlauf der UN-Klimakonferenz in Lima zufrieden. Die Gespräche über die Textelemente für den Entwurf eines Weltklimavertrages gingen mit Optimismus voran, lobte die Chefin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres. Perus Umweltminister und Konferenzpräsident Manuel Pulgar-Vidal gab sich überzeugt, dass die Konferenz ein Erfolg und am Freitag pünktlich beendet wird.

Den 195 Teilnehmerstaaten lag am Montag ein 33-Seiten-Papier mit vorläufigen Textbausteine für das im Dezember 2015 in Paris zu entscheidende Klimaabkommen vor, durch das die Erderwärmung auf höchstens zwei Grad begrenzt werden soll. Einen ersten Entwurf gab es auch für den Lima-Beschluss, der Kriterien für nationale Klimaschutzzusagen definieren sollen. Der Text werde nun „Zeile für Zeile und Komma für Komma“ durchgegangen, so Figueres.



Die Umweltorganisation WWF zeigte sich zwar erleichtert, dass der vorliegende Verhandlungstext die richtigen Bereiche abdecke. „Die Herausforderung ist aber, dass diese Elemente nicht in der richtigen Balance sind“, mahnte WWF. So werde etwa die vor allem von Entwicklungsländern betonte Frage der Finanzierung von Anpassungsmaßnahmen weniger umfangreich behandelt als die Vorgaben für die Ziele zur Treibhausgas-Minderung.

Müller stellt Geothermie-Projekt vor

Am Dienstag startet in Lima die Ministerrunde, an der auch Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) teilnimmt. Auch UN- Generalsekretär Ban Ki Moon wird erwartet. Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) kam am Montag nach einer Kolumbienreise nach Lima, wollte aber am Abend planmäßig wieder abreisen.

Er stellte in Lima ein Projekt zur Förderung von Geothermie in mehreren lateinamerikanischen Ländern vor. Zur Finanzierung von Risikoanalysen werden von mehreren internationalen Geldgebern, darunter Deutschland, zum Start 75 Millionen Dollar zur Verfügung gestellt - Ziel ist es, eine Leistung von 350 Megawatt zur Energiegewinnung zu erreichen, um so 50 Millionen Tonnen CO2 einzusparen. „Geothermie ist hier eine fast ungenutzte Energiequelle von unglaublichem Ausmaß“, sagte Müller.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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