Sechs Fußballfelder groß: Größte Solaranlage auf Wohngebäuden am Netz

Sechs Fußballfelder groß
Größte Solaranlage auf Wohngebäuden am Netz

Rund 8000 Solar-Elemente glitzern auf 50 Wohngebäuden im Berliner Bezirk Hellersdorf. Zunächst können rund 1000 Mieter den speziellen Stromtarif beziehen.
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BerlinStrom direkt vom Dach - das gibt es in Berlin bald für zahlreiche Mieter. Am Wochenende beginnt in der Hauptstadt die Stromlieferung aus der deutschlandweit größten Solaranlage auf Wohngebäuden. Sie steht im Bezirk Hellersdorf auf 50 Häusern des Wohnungsunternehmens Stadt und Land. Die Mieter können über den Stromversorger Lichtblick einen speziellen, vergleichsweise günstigen Tarif nutzen, der den lokal erzeugten Solarstrom mit anderem Ökostrom kombiniert.

Die bayerische Firma pv-b hat die Anlage gebaut und pachtet die Dachflächen von Stadt und Land. Auf einer Fläche von sechs Fußballfeldern glitzern nun rund 8000 Solar-Elemente. Die Leistung würde laut pv-b reichen, um ein Jahr lang 10.400 Kühlschränke zu betreiben.

Bislang waren Solaranlagen auf Wohngebäuden vor allem ein Fall für Eigenheimbesitzer. Inzwischen interessieren sich aber auch Eigentümer von Mietshäusern dafür. Beispielsweise ist der Lichtblick-Konkurrent Naturstrom am Betrieb mehrerer Sonnenstromanlagen auf Mehrfamilienhäusern bei Heidelberg beteiligt.

Die Wohnungswirtschaft habe die Versorgung der Mieter mit Solarstrom als neuen Trend entdeckt, urteilt der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW). Hintergrund seien auch die gesunkenen Kosten: "Das Erneuerbare-Energien-Gesetz hat die Photovoltaik zu einer der preiswertesten Stromerzeugungsformen gemacht, sodass auch Mieter vom günstigen Solarstrom profitieren können", sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig. Lichtblick berichtet von großem Interesse an Modellen wie dem in Hellersdorf und will noch in diesem Jahr ähnliche Projekte anschieben.

Der Mieterbund sieht die Entwicklung grundsätzlich positiv. Bisher hätten von der Energiewende vor allem Hauseigentümer profitiert, während Mieter über die EEG-Umlage im Strompreis für die Ökostrom-Förderung zahlten, sagt Mieterbund-Geschäftsführer Ulrich Ropertz. Diese "Gerechtigkeitslücke" könnten Projekte wie das in Hellersdorf etwas schließen.

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Versorgung funktioniert nicht allein über Sonnenstrom

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