Spitzenpolitiker
Klimakiller Dienstwagen

Von wegen Klimaschutz: Während die Politik die E-Mobilität hochlobt, haben die Fahrzeuge von Politikern einen hohen CO2-Ausstoß. Laut Dienstwagen-Check steigt aber die Bereitschaft, schadstoffärmere Limousinen zu nutzen.
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BerlinDeutsche Spitzenpolitiker fahren gerne stark motorisierte Dienstwagen. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kann in ihrem alljährlich durchgeführten Dienstwagen-Check „kein Ende des PS-Wahns“ erkennen. Je höher die Motorleistung ist, desto höher sind grundsätzlich auch die klimaschädlichen CO2-Emissionen. Die größten Dreckschleudern fahren indes nicht Bundesminister, sondern Ministerpräsidenten und Staatssekretäre.

Unter den Landeschefs scheint sich am wenigsten Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) bei der Wahl ihres Dienstwagens für den Klimaschutz zu interessieren, gefolgt von Volker Bouffier (CDU) in Hessen und Klaus Wowereit (SPD) in Berlin. Krafts Audi A8 stößt pro gefahrenem Kilometer 219 Gramm CO2 aus, die Audis ihrer Kollegen 216 Gramm.

Als umweltfreundlich gilt ein Fahrzeug, wenn es den EU-Zielwert von 130 Gramm einhält. Insgesamt gaben 228 Spitzenpolitiker Auskunft über CO2-Ausstoß, Spritverbrauch und Motorleistung ihrer Autos.

Zwar gibt es einen Trend zu CO2-ärmeren Dienstlimousinen, stellt die DUH in ihrer Untersuchung fest, „aber es fehlen auch die Vorbilder“. Von den Bundesministern fährt niemand ein umweltfreundliches Fahrzeug. Der Mercedes von Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) weist mit 148 Gramm den besten Wert auf, der Audi von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) mit 171 Gramm den schlechtesten.

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Klimakiller Dienstwagen

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Gepanzerte Limousinen

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