Standort Deutschland: "Schwarzer Fleck auf der weißen Weste"

Standort Deutschland
"Schwarzer Fleck auf der weißen Weste"

Deutsche Ableger von US-Konzernen kritisieren die Energiepolitik: Die steigenden Preise und die Unsicherheit über die Befreiung bei der EEG-Umlage trübten das ansonsten positive Bild vom Standort Deutschland.
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Die hohen Energiepreise in Deutschland entwickeln sich zu einem echten Standortnachteil. In einer neuen Umfrage unter den hier aktiven US-Unternehmen bewerteten 71 Prozent die Energiekosten als problematisch. Die Energiepolitik sei aus Sicht der Industrie der "schwarze Fleck" auf der ansonsten weißen Westen des Standortes, sagte Ralf Brinkmann, Vize-Präsident der Amerikanischen Handelskammer (AmCham) und Landeschef von Dow Chemical. Investoren müssten in anderen Ländern für Erdgas nur ein Drittel und für Strom die Hälfte dessen bezahlen, was in Deutschland anfalle.

Brinkmann kritisierte, mit einer "überstürzten Energiewende" sei niemandem geholfen, weder den Bürgern noch den Unternehmen. Energieintensive Branchen wie die Chemieindustrie litten zudem unter Planungsunsicherheit, da unklar sei, wie stark sie von der Umlage zur Finanzierung erneuerbarer Energien befreit würden. Der sich abzeichnende Kompromiss zwischen Bundesregierung und EU-Kommission könne leicht zu einer Verzehnfachung der Umlage führen, warnte der Chemie-Manager. Er forderte, die Deckelung für energieintensive Branchen auf dem aktuellen Niveau beizubehalten und die Eigenstromerzeugung weiter auszunehmen.

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"Schwarzer Fleck auf der weißen Weste"

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Firmen: Besorgt auch über Industriepolitik

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