Steinkohleimport
Solarenergie bremst Kohleeinfuhren

Deutschland importiert inzwischen 86 Prozent seines Steinkohlebedarfs. Gebraucht wird das schwarze Gold vor allem in der Stromproduktion und bei der Stahlherstellung. Doch jetzt bröckelt die Nachfrage.
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DüsseldorfDie wachsende Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Stromerzeugung in Deutschland bekommen jetzt auch die Kohlenimporteure zu spüren. Die Steinkohleeinfuhren werden in diesem Jahr nach Schätzungen des Vereins der Kohlenimporteure um mehr als 3 Prozent auf 51 Millionen Tonnen sinken - nicht zuletzt weil die Steinkohlekraftwerke wegen der vorrangigen Einspeisung von Wind- und Sonnenenergie weniger gebraucht werden.

Steinkohle wird in Deutschland hauptsächlich noch zur Stromproduktion verwendet. Darauf entfielen 2013 rund 71 Prozent des Verbrauchs. Weitere 26 Prozent gingen in die Eisen- und Stahlindustrie. Nur vier Prozent gingen in den Wärmemarkt. Heimische Kohle spielt für die Versorgung nur noch eine untergeordnete Rolle. Rund 86 Prozent des Bedarfs wurden 2013 durch Importe gedeckt.

Im vergangenen Jahr waren die Steinkohleimporte nach Deutschland noch um 10 Prozent auf die Rekordmarke von 52,8 Millionen Tonnen gestiegen. Kraftwerkskohle wird hauptsächlich aus Russland, den USA und Kolumbien importiert. Bei Kokskohle für die Stahlindustrie sind Australien und die USA die Hauptlieferländer.



Weltweit wurden nach Angaben des Verbandes im vergangenen Jahr rund 7,2 Milliarden Tonnen Steinkohle gefördert. Die Versorgungssicherheit bei Kohle sei besonders hoch, da Steinkohle weltweit gefördert werde, gut zu lagern sei und es eine Vielzahl möglicher Transportwege gebe. Nach aktuellen Berechnungen reichten die Steinkohle-Vorräte auf heutiger Mengen-, Preis- und Kostenbasis mindestens noch für etwa 110 Jahre.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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