Stromleitungen

Erdkabel statt Hochspannungsleitung

In einem Pilotprojekt testen Netzbetreiber und Landwirte Erdkabel als Stromleitungen. Die unterirdischen Kabel gelten als Alternative beim Bau neuer Stromtrassen, sind aber teurer als die umstrittenen Masten.
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Welche Auswirkungen haben Erdkabel zum Transport von Strom auf die landwirtschaftlich genutzten Böden? Das soll ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen herausfinden? Quelle: dpa

Welche Auswirkungen haben Erdkabel zum Transport von Strom auf die landwirtschaftlich genutzten Böden? Das soll ein Pilotprojekt in Nordrhein-Westfalen herausfinden?

(Foto: dpa)

Welche Auswirkungen haben Erdkabel zum Transport von Strom auf die Böden? Das wollen der Stromnetz-Betreiber Amprion und der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband in einem Pilotprojekt im westlichen Münsterland herausfinden.

In Raesfeld verlegt Amprion derzeit ein Erdkabel als Ersatz für eine alte Hochspannungsleitung. Die 3,4 Kilometer lange Strecke ist Teil der Stromverbindung zwischen Wesel in Nordrhein-Westfalen und Meppen in Niedersachsen. Die Landwirte pochen darauf, dass Bodenschäden möglichst verhindert werden, sagte Verbandspräsident Johannes Röring am Freitag bei der Vorstellung des Projekts.

Erneuerbare Energien nutzen
huGO-BildID: 17623366 In this photo taken on March 28, 2010 and released by the Shanghai Pacific Institute for International Strategy on Wednesday, A
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Die Nachfrage ist da: Die Erzeugung erneuerbarer Energien kann die Umweltverschmutzung reduzieren und die Versorgungslage verbessern. Dennoch tun sich viele Länder schwer damit, erneuerbare Energien effektiv und kosteneffizient in bestehende Netze zu integrieren. Ein Überblick der Herausforderungen und Lösungen in verschiedenen Ländern.

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Alles unter Kontrolle?

2012 wendete Deutschland 24 Milliarden Euro für Einspeisungstarife auf, die für Strom aus erneuerbaren Energien einen festen Preis pro Kilowattstunde garantieren. Diese Kosten haben die Begeisterung für erneuerbare Energiequellen abkühlen lassen.

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Ihre Gebote bitte!: Eine weitere Möglichkeit, Energiekosten zu senken: ein Auktionssystem. Brasilien versteigert Windkraftkapazitäten gekoppelt an langfristige Verträge. Durch Versteigerungen von Verträgen mit 20 Jahren Laufzeit konnten die bisherigen Einspeisungstarife um bis zu 20 Prozent gesenkt werden.

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Die Saison ist eröffnet: In Mexiko setzt die staatliche Energieversorgung auf einen Prozess namens „Open Season“: Übertragungskapazitäten sollen auf transparente Weise an private Erzeuger erneuerbarer Energien ausgegeben werden. Bis 2026 will Mexiko 35 Prozent seiner Versorgung mit erneuerbaren Energien realisieren.

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Hindernisse: Die monopolistische Position der Stromnetzbetreiber führt häufig zu hohen Anschlusskosten oder hohen Tarifen für erneuerbare Energien. Das aber hemmt das Wachstum. Um ihre Energieziele zu erreichen, müssen Regierungen weltweit für mehr Transparenz sorgen und die Tarifsituation im Sinne eines fairen Wettbewerbs regeln.

Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren im Boden liefern in den nächsten Jahren Daten für die Auswertung. Insgesamt investiert Amprion für die 100 Kilometer lange Stromverbindung rund 250 Millionen Euro. Davon kostet die Verlegung der Erdkabel in rund zwei Metern Tiefe allein rund 100 Millionen Euro.

Erdkabel gelten beim Bau neuer Stromtrassen, die zur Umsetzung der Energiewende nötig sind, als Alternative zur Errichtung oberirdischer Leitungen. Sie sind in der Regel aber auch teurer als die bei vielen Anwohnern umstrittenen Strommasten.

  • dpa
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