Subventionskürzung
Förderung für neue Solaranlage sinkt erneut

Der Boom bei Ökostrom zwingt die Bundesregierung zu weiteren Subventionskürzungen. Ab Dienstag bekommen Anbieter für ihren Solarstrom teilweise weniger als zehn Cent pro Kilowattstunde – und damit weniger als geplant.
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BonnDie Förderung von Sonnenstrom sinkt ab Dienstag erneut deutlich. Wie die Bundesnetzagentur mitteilte, werde die Vergütung für Strom aus Solaranlagen, die ab 1. Oktober in Betrieb genommen werden, zum Teil erstmals unter zehn Cent je Kilowattstunde fallen.

Damit sinken die Subventionen statt um ein Prozent insgesamt um 1,8 Prozent und damit genau so stark wie in den Vormonaten. Grund für die stärkere Kürzung ist, dass der Neubau von Solaranlagen weiterhin höher ist als vom Gesetzgeber geplant.

Erneuerbare Energien werden gefördert, indem der Staat den Produzenten einen festen Abnahmepreis garantiert. Abhängig vom Datum der Inbetriebnahme der Ökostrom-Anlagen sinkt diese Einspeisevergütung regelmäßig. Für einmal eingerichtete Kraftwerke allerdings bleibt sie 20 Jahre lang gleich.

Das System hat einen Boom erneuerbarer Energien in Deutschland ausgelöst. Weil dadurch die Förderkosten deutlich gestiegen sind, hat die schwarz-gelbe Bundesregierung ihre Subventionen in diesem Bereich mehrfach deutlich gekürzt.

Für Solaranlagen auf Freiflächen und besonders große Dachanlagen beträgt die Förderung ab Dienstag 9,88 Cent je Kilowattstunde. Damit fällt sie erstmals unter zehn Cent. Dadurch nähert sich die Förderung immer mehr dem Börsenstrompreis an, der aufgrund des steigenden Ökostrom-Anteils zuletzt stark gesunken ist. Für neue kleine und mittelgroße Dachanlagen beträgt die Förderung ab Dienstag 12,08 bis 14,27 Cent je Kilowattstunde.

Die Ökostrom-Förderung wird von den meisten Stromverbrauchern über die sogenannte EEG-Umlage bezahlt. Diese ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Grund hierfür waren der rasante Zubau von Solaranlagen, aber auch immer mehr Ausnahmen für energieintensive Unternehmen. Am 15. Oktober geben die Übertragungsnetz-Betreiber die Höhe der Umlage im kommenden Jahr bekannt. Experten erwarten erneut einen deutlich Anstieg.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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