Unterschriftenaktion
Bäckerhandwerk stellt sich gegen Ökostrom-Umlage

Die deutschen Bäcker sehen sich durch die EEG-Umlage benachteiligt. Die Abgabe sei „ungerecht und unsolidarisch“. Nun haben sie eine Unterschriftenaktion gestartet – mit der sie radikale Maßnahmen durchsetzen wollen.
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HamburgMit einer Unterschriftensammlung wollen Bäcker ihrem Ärger über die steigende Ökostrom-Umlage Ausdruck verleihen. Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks erklärte am Mittwoch in Hamburg, er bekenne sich zwar zur Energiewende, die Kosten-Umlage sei aber „ungerecht und unsolidarisch“. „Wenn es um die Kosten der Energiewende geht, sitzen Bäcker und Verbraucher im selben Boot – sie bezahlen doppelt“, erklärte der Verband. Während die EEG-Umlage für Verbraucher eine Einschränkung ihrer Kaufkraft bedeute, belaste sie die Bäcker „in einem unerträglichen Umfang“.

Parallel zur Unterschriftenaktion reichte der Verband eine Petition zur Abschaffung der Umlage im Bundestag ein. „Die EEG-Umlage muss abgeschafft werden, weil sie erheblich angestiegen ist und weiter ansteigt“, forderte Verbandspräsident Peter Becker. Im Jahr 2012 habe das Bäckerhandwerk für die EEG-Umlage insgesamt knapp 110 Millionen Euro erwirtschaften müssen, in diesem Jahr seien es schon etwa 156 Millionen Euro. Diese Summe sei „nicht mehr zu kompensieren“.

Das Bäckerhandwerk fordere eine „vernünftige, gerechte und für alle bezahlbare Verteilung der Kosten“. Angesichts der Rekordsteuereinnahmen in den vergangenen Jahren sollten die durch die Energiewende anfallenden Kosten durch Umschichtungen im Haushalt abgedeckt werden, schlug der Zentralverband vor.

Ursache für den Anstieg der Ökostrom-Umlage sind neben dem fortschreitenden Ausbau von Wind- und Solaranlagen auch die wachsende Zahl von Unternehmen, die von der Umlage befreit werden. Ihre Beiträge werden dann auf die übrigen Stromverbraucher umgelegt.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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