US-Studie
Trend zur Klimaerwärmung hält weiter an

Der Energiehunger der Weltbevölkerung ist riesig – und er wächst immer weiter. Nicht zuletzt das Verbrennen fossiler Brennstoffe machte die vergangenen zehn Jahre so zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
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WashingtonDer Trend zur globalen Klimaerwärmung setzt sich nach einer umfassenden US-Studie ungebrochen fort. Steigende Meeresspiegel, Schneeschmelze, Wärmebildung in den Ozeanen, schmelzendes Eis in den arktischen Meeren und an Land auf Grönland: Die Forscher verzeichneten 2012 nur Rekorde oder beinahe gebrochene Rekorde, teilte die Nationale Ozeanische und Atmosphärische Behörde NOAA am Dienstag zu einer 260 Seiten umfassenden Studie mit.

NOAA-Chefin Kathryn Sullivan nannte den Jahresbericht „das Fühlen des Pulses des Planeten“. Der Bericht, an dem 382 Wissenschaftler in aller Welt mitarbeiteten, fasst bereits veröffentlichte Daten zusammen, stellt sie darüber hinaus aber in einen größeren Zusammenhang der Klimaentwicklung auf der Erde über Jahrzehnte.

„Es ist von entscheidender Bedeutung, ein großes Bild zusammenzustellen“, erklärte der Direktor des Nationalen Klimatischen Datenzentrums, Tom Karl. „Die Zeichen, die wir sehen, sind eine sich erwärmende Welt.“ Sullivan verwies auf „bemerkenswerte Veränderungen bei entscheidenden Klimaindikatoren“ wie dramatische Höchststände beim Wärmeinhalt der Ozeane, einer Rekordschmelze arktischen Eises und einem großen Abschmelzen Grönlandeises im vergangenen Jahr. Die Daten wiesen auch Höchststände beim Meeresspiegel aus.

Autoren des Berichts wie Deke Arndt und Jackie Richter-Menge erklärten, die dramatischsten Veränderungen hätten in der Arktis stattgefunden. Rekorde in der Arktis seien so häufig, dass sie zu einer neuen Normalität geworden seien, sagte Richter-Menge.

Karl sagte, die Oberflächentemperaturen seien zwar in den vergangenen zehn Jahren nicht gestiegen, aber das sei nur eine kurze Momentaufnahme. In einem Zeitraum von 30, 50 und 100 Jahren sei ein ziemlicher Anstieg zu beobachten. Seit Beginn der Klimaaufzeichnungen 1880 hätten die zehn wärmsten Jahre in den vergangenen 15 Jahren gelegen, zeigten NOAA-Daten.

2012 sei mit einer Ausnahme wärmer als jedes Jahr im vergangenen Jahrhundert gewesen. 1998 habe das Wetterphänomen El Nino für ein Rekordjahr gesorgt. Die NOAA bezeichnet 2010 als das wärmste Jahr seit Aufzeichnung von Wetterdaten. Karl betonte, es müsse nicht jedes Jahr einen neuen Rekord geben. Alle Indikatoren „singen dasselbe Lied, dass wir in einer sich erwärmenden Welt leben“, sagte er. Warum das so sei, behandelt der Bericht nicht. „Die Ursachen sind in erster Linie Treibhausgase, das Verbrennen fossiler Brennstoffe“, sagte Arndt.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur
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