Verbraucherschützer
Stromkosten werden weiter steigen

Verbraucherschützer befürchten trotz der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) weiter steigende Stromkosten für die Kunden. Entgegen den Bemühungen der Regierung wird Strom immer teurer.
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BerlinDie Bemühungen der Bundesregierung, mit einer Überarbeitung des EEG die Belastung der Stromkunden zu senken, sei „verfehlt“, sagte der Energieexperte des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv), Holger Krawinkel. „Die Ökostromumlage von derzeit 6,24 Cent könnte in den kommenden fünf Jahren auf 7,5 bis acht Cent steigen.“

„Statt den Strom billiger zu machen, wird er teurer“, sagte Krawinkel mit Blick auf den bevorstehenden Energiegipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. Dagegen werde die Industrie im Zuge der EEG-Reform weiter geschont. Dies gelte sowohl für die Rabatte bei der Ökostromumlage als auch für die Eigenstromerzeugung großer Industrieunternehmen. „Auch hier werden nur die kleinen Gewerbetreibenden und Privatleute belastet“, kritisierte der Energieexperte.

Bei dem Spitzentreffen im Kanzleramt am Dienstag soll über die Reformpläne von Ressortchef Sigmar Gabriel (SPD) beraten werden. Die Konfliktfelder sind vielfältig.

Vor dem Energiegipfel am Dienstag stoßen die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) in den Ländern weiter auf Widerstand. Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) zufolge wollten die meisten Länder die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) so nicht akzeptieren. Niemand könne aber ohne die Bundesländer das EEG verändern und die Energiewende voranbringen.

Am Dienstag soll es ein Spitzentreffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder zu den geplanten Änderungen am EEG geben. Gabriel zeigte sich vor dem Gipfel verhalten optimistisch. Er sehe „Einigungsmöglichkeiten“, sagte der Vizekanzler. Die Energiewende werde in Deutschland „derzeit ein wenig chaotisch betrieben, und wir müssen sie planbarer machen“.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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