Bundesfinanzministerium
Wie viel Geld spart Schäuble durch den Niedrigzins?

Anders als die Krisenstaaten Südeuropas gilt Deutschland bei Anlegern als zuverlässiger Schuldner. Dementsprechend niedrig sind die Zinsen, die derzeit für Staatsanleihen geboten werden – zur Freude des Finanzministers.
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Der Bund nimmt mit seinen Staatsanleihen jährlich rund 250 Milliarden Euro am Kapitalmarkt auf und refinanziert damit vor allem auslaufende Schuldtitel. Und da Deutschland in der derzeitigen Krisensituation in Europa bei Investoren als zuverlässiger Schuldner gilt und sich zudem die Zinssenkungen der EZB auch auf die Refinanzierungskosten auswirken, muss der Bund Anlegern derzeit nur rund 1,6 Prozent Zinsen für zehnjährige Staatsanleihen bieten.

Jetzt hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) das Zinsniveau von 2009 bis heute mit dem von 1999 bis 2008 verglichen und ausgerechnet, wie viel Zinsen Schäuble gespart hat. Es sind rund 80 Milliarden Euro. Da sich die Ersparnis auf die gesamte Laufzeit der jeweiligen Anleihen bezieht, wird auch Schäubles Nachfolger noch von den derzeit niedrigen Zinsen profitieren.

Das Problem: Billiges Geld macht bequem. Und so sieht sich auch Schäuble nicht genötigt, selbst in Zeiten hoher Steuereinnahmen Schulden zu tilgen. Der Schock kommt dann, wenn die Zinslast steigt.

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