Edelmetall
Warum fällt der Goldpreis, obwohl die Angst vor Inflation steigt?

Als sicherer Hafen in stürmischen Zeiten gilt das Edelmetall bei vielen Anlegern. Das hat sich vor allem seit Ende 2011 gezeigt. Doch die Hausse hat jüngst ein jähes Ende gefunden – und das obwohl die Krise noch tobt.
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Fast zehn Jahre hielt die Gold-Hausse. Der Preis für die Feinunze Gold stieg beschleunigt durch die Finanzkrise um sagenhafte 590 Prozent auf sein Allzeithoch von 1923,70 Dollar. Das war im September 2011. Der Grund: Die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken als Instrument gegen die Krise schürte die Angst vor Inflation. Doch während die Finanzkrise weiter tobt, endete der Gold-Boom abrupt. Seit seinem Allzeithoch ist der Preis um 35 Prozent auf jetzt 1 237 Dollar gefallen. Regelrecht abgestürzt ist der Preis in den vergangenen drei Monaten.

Was ist passiert? In jüngster Zeit haben einflussreiche Investmentbanken ihre Preisprognosen radikal gesenkt. Goldman-Sachs-Analyst Jeffrey Currie etwa erwartet 2014 einen Goldpreis von 1050 Dollar.

Fakt ist: Trotz ständiger Warnungen von Ökonomen – weltweit ist nirgends Inflation in Sicht. Die Inflationsangst ist ein deutsches Phänomen. Und selbst hierzulande beträgt die Inflationsrate aufs Jahr gerechnet derzeit nur 1,8 Prozent. In Europa insgesamt droht eher Deflation. Und auch Japan kämpft nach Jahren immer noch gegen sinkende Preise. Hinzu kommt: Die US-Notenbank hat angedeutet, ihren lockeren geldpolitischen Kurs zu verlassen. Auch das ist Gift für den Goldpreis.

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