Klimaschutz in aller Munde
Sinkt Deutschlands Treibhausgas-Ausstoß?

Kohlendioxid, Methan und andere Treibhausgase verursachen einen großen Teil der Erderwärmung. Ob Deutschland noch immer zu viel davon in die Luft bläst, und ob die Vorgaben aus dem Kyoto-Protokoll eingehalten wurden.
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In Deutschland lag der Ausstoß der sogenannten Treibhausgase, die für die Erderwärmung mitverantwortlich gemacht werden, in den Jahren 2008 bis 2011 um ein Viertel unter dem Niveau von 1990. Das Kyoto-Protokoll verlangt für die Jahre 2008 bis 2012 nur eine Verringerung gegenüber 1990 von acht Prozent. Für Deutschland ist dieses Basisjahr günstig, weil kurz danach der Treibhausgasausstoß in Ostdeutschland massiv sank.

Seit 1990 ist der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland – mit ganz wenigen Ausnahmen – Jahr für Jahr verringert worden. Eine signifikante Verringerung stellte sich im Zuge der Konjunkturschwäche nach 2008 ein.

Mit einem Anteil von 83 Prozent in der EU ist Kohlendioxid das mit Abstand wichtigste Treibhausgas, gefolgt von Methan. Im Jahr 2012 ist allerdings der Kohlendioxidausstoß in Deutschland nach vorläufigen Zahlen des Umweltbundesamts erstmals seit langem wieder gestiegen, und zwar um zwei Prozent.

Infografik Woher kommen die Rohstoffe für deutsche Energie?



Ursachen sind die höheren Emissionen aus der Stromerzeugung, da hier vermehrt Braunkohle eingesetzt wurde. Auch stieg wetterbedingt der Bedarf an Heizenergie. Dennoch dürfte der gesamte Ausstoß an Treibhausgasen 2012 gut ein Viertel niedriger gewesen sein als im Jahr 1990.

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