OECD-Vergleich
Wo arbeiten Lehrer am meisten?

Deutsche Lehrer arbeiten im Durchschnitt 1793 Stunden pro Jahr – und damit deutlich mehr als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer in Vollzeit hierzulande. Andere Staaten verlangen ihren Paukern noch mehr ab.
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Sich über die Pauker und ihre langen Ferien aufzuregen gehört zur Lieblingsbeschäftigung der Deutschen. Doch fair ist das nicht, wie eine Statistik der OECD zeigt: Demnach arbeitet ein deutscher Lehrer – trotz seiner zwölf Wochen Ferien – im Schnitt 1793 Stunden pro Jahr. Das ist deutlich mehr als jene 1645 Stunden, die ein durchschnittlicher deutscher Arbeitnehmer mit Vollzeitstelle im Dienst verbringt.

Zwar steht ein Lehrer nur rund 700 bis 800 Stunden pro Jahr vor der Klasse, doch mehr als die gleiche Zeit geht für die Vorbereitung des Unterrichts und Verwaltungskram drauf. Und im internationalen Vergleich arbeiten deutsche Lehrer sogar gut 100 Stunden mehr pro Jahr als der Durchschnitt in den Industrieländern. Die Staaten, die ihren Lehrern am meisten abverlangen, sind laut OECD die USA und Chile – mit knapp 2000 Stunden jährlich.

Die Zahl der Wochen, die ein deutscher Lehrer Ferien hat, ist mit zwölf zwar doppelt so hoch wie bei den meisten anderen Arbeitnehmern. Doch im internationalen Vergleich haben Lehrer im Schnitt 14 Wochen frei. In Frankreich sind es 17 Wochen, in Griechenland sogar gut 20.

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