Rezession
Wie viele Jahre hat die Krise Europa zurückgeworfen?

Die Wirtschaft in der Euro-Zone zieht zwar wieder an, doch die Verluste haben die Mitgliedsländer längst noch nicht wieder wettmachen können. Andere Weltregionen haben in der Zwischenzeit rasant aufgeholt.
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Nach langer Zeit hatten Europas Statistiker zuletzt endlich wieder eine gute Nachricht zu vermelden: Die Wirtschaft der Euro-Zone ist im zweiten Quartal wieder gewachsen – und das selbst, wenn man den Anteil der starken deutschen Ökonomie herausrechnet.

Die Rezession ist also vorbei, und Europa kann aufatmen. Mehr aber auch nicht: Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wird am Ende des Jahres wahrscheinlich rund 28.700 Euro betragen. Rechnet man die Inflation heraus, ist das aber weniger als im Jahr 2006. Der Währungsraum hat also sieben Jahre verloren – in Spanien sind es sogar zehn, in Griechenland 13 und in Portugal 14 Jahre. Italien hatte sogar im Jahr 1997 schon einmal ein höheres Pro-Kopf-BIP als heute.

Während Europa sieben Jahre lang stagnierte, konnten andere Weltregionen rasant aufholen: So wuchs die Wirtschaftsleistung pro Kopf in Russland um knapp ein Viertel, in Indien fast um die Hälfte und in China sogar um gut 85 Prozent. In Preisen von heute hätte ein Chinese im Jahr 2006 im Schnitt 4.400 Euro erwirtschaftet, heute dagegen wären es bereits 8.300. Europas Vorsprung schrumpft also.

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