Schrumpfendes Vermögen
Wie schnell vernichtet die Inflation unser Erspartes?

Die Zinsen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto sind niedriger als die Inflationsrate – und das nicht erst seit gestern. Ist unser Erspartes damit in Gefahr, oder sind alle Sorgen unbegründet?
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Für die Werthaltigkeit unserer Ersparnis sind zwei Faktoren entscheidend. Die Preissteigerung und der Zins, den der Sparer für sein Erspartes bekommt. Liegt die Inflationsrate oberhalb der Zinszahlung, verliert der Sparer.

Auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto bekommt der Sparer 0,47 Prozent Zinsen. Der Anstieg der Verbraucherpreise aber liegt auf das Jahr gerechnet bei 1,8 Prozent. Innerhalb von 52,7 Jahren würden aus 10.000 Euro zwar auf dem Papier 12.804 Euro – in Preisen von heute wären sie aber nur noch 5000 Euro wert. Bei einer Inflationsrate von 3,6 Prozent wäre der Wert schon nach 22 Jahren und sieben Monaten halbiert. Nach 75 Jahren wäre nur noch ein Zehntel übrig.

Seit mehr als drei Jahren sind die Zinsen auf einem durchschnittlichen Tagesgeldkonto kleiner als die Inflationsrate, wie Bundesbank-Daten zeigen. Anlage-Experten sprechen deshalb von einer lautlosen Enteignung.

Profiteur dieser Entwicklung sind all jene, die hoch verschuldet sind – allen voran die Staaten, die auf diese Weise den Sparer am Entschuldungsprozess beteiligen.

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