Spendable Konzerne

Welches Dax-Unternehmen zahlt die höchste Dividende?

Einige Dax-Konzerne zeigen sich ihren Aktionären gegenüber sehr großzügig. Doch Anleger sollten vorsichtig sein: Für das Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite gilt nicht automatisch auch eine Kaufempfehlung.
Kommentieren
Die Dax-Anzeigetafel in der Frankfurter Börse: Auch fallende Aktienkurse verursachen hohe Dividendenrenditen. Quelle: Reuters

Die Dax-Anzeigetafel in der Frankfurter Börse: Auch fallende Aktienkurse verursachen hohe Dividendenrenditen.

(Foto: Reuters)

Auf den ersten Blick zeigt sich im deutschen Leitindex Dax kein Unternehmen spendabler als der Versicherungsriese Münchener Rück: Stolze sieben Euro pro Aktie schüttete der Rückversicherer zuletzt aus. Dank 3,2 Milliarden Euro Gewinn im vergangenen Jahr konnte er sich diesen Luxus leisten. Ein gutes Drittel davon wanderte in die Taschen der Anleger.

Und doch machen RWE-Aktionäre das bessere Geschäft. Analysten erwarten für 2013 zwar nur eine Dividende von rund zwei Euro. Aber gemessen am Preis der Aktien wäre das sehr viel. Deshalb liegt die sogenannte Dividendenrendite bei RWE mit neun Prozent höher als bei jedem anderen Dax-Wert. Das ist allerdings nicht automatisch eine Kaufempfehlung. Denn hohe Dividendenrenditen erklären sich auch durch fallende Aktienkurse, und unter denen litt zuletzt auch RWE.

Wichtiger als eine hohe Dividendenrendite ist daher die Dividendenstabilität. Hier schneiden Firmen wie BMW oder Henkel weit besser ab: Sie sind nicht ganz so generös, gelten aber als verlässliche Zahler. Ein Vergleich lohnt also – denn auf lange Sicht trägt die Dividende bis zu 50 Prozent zu der Rendite bei, die sich mit Aktien erzielen lässt.

Millionen für Porsches und Piëchs
Hasso Plattner
1 von 10

Hasso Plattner

Der SAP-Gründer Hasso Plattner hat jährliche Dividendeneinnahmen von 103 Millionen Euro und kommt damit auf den zehnten Platz des Rankings, dem eine Auswertung der Wirtschaftswoche zugrunde liegt. Gemeinsam mit vier Kollegen von IBM Deutschland gründete Plattner 1972 die Firma SAP und formte das Unternehmen zum größten Softwarekonzern in Deutschland. Aktuell fordert er eine stärkere Ausrichtung des Unternehmens nach Berlin – denn da säßen die kritischen Köpfe.

Henkel legt Zwischenbilanz zum 2. Quartal vor
2 von 10

Familie Henkel

Die Dividendeneinnahmen der Familie Henkel liegen immerhin bei 130 Millionen Euro jährlich. Das Unternehmen wurde 1876 gegründet. Noch immer stimmen sich die Familienmitglieder bei Unternehmensentscheidungen ab. Bei den regelmäßigen Gesellschaftstreffen in der Henkel-Zentrale in Düsseldorf spricht jeder Familienstamm mit einer Stimme. Es gilt: Bei Henkel geht Firma vor Familie.

Führungswechsel bei Siemens
3 von 10

Familie Siemens

159 Millionen Euro nimmt die Familie Siemens jährlich nur aus Dividenden ein. Werner von Siemens' ältester Sohn Arnold stieg im Jahre 1882 als Mitinhaber in die Unternehmensleitung ein. Das Unternehmen selbst kann auf 165 Jahre Unternehmensentwicklung zurückblicken.

Familie Jacobs
4 von 10

Familie Jacobs

Die Kaffeeröster kommen auf Dividendeneinnahmen von 187 Millionen Euro jährlich und stehen damit auf dem siebten Platz des Rankings. 1985 gründete der gebürtige Bremer Andreas Jacobs das Unternehmen. Mittlerweile ist die Familie vor allem mit dem Zeitarbeitsunternehmen Adecco, Sports& Media AG Infront und dem Schokoladenhersteller Barry Callebaut verbunden. Die Familie Jacobs erzielt mit den Beteiligungen mehrere Milliarden und zählt mit ihrem Vermögen zu den reichsten Familien der Bundesrepublik.

Auf dem Bild ist die Schriftstellerin Luise Jacobs in Berlin im Anschluss an die Lesung ihres Buches „Café Heimat – Die Geschichte meiner Familie" mit Rahel Salamander (l.) zu sehen. Jacobs beschreibt in ihrem Erstlingswerk die Geschichte der Kaffee-Dynastie ihres Großvaters Walther Jacobs.

Klaus-Michael Kuehne
5 von 10

Klaus-Michael Kühne

Der Verwaltungsratspräident der Kühne und Nagel International AG ist der reichste Deutsche der Schweiz. Klaus-Michael Kühne kommt auf 194 Millionen Euro nur aus Dividendeneinnahmen. Im Mai 2011 übergab der Spediteur das Amt und wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Kühne ist Sohn des Speditionskaufmanns Alfred Kühne und Enkel des Unternehmens-Mitbegründers August Kühne. 2012 hatte er ein Vermögen von 5,3 Milliarden Euro.

Ex-Staatssekretär Chrobog mit Familie im Jemen gekidnappt
6 von 10

Familie Quandt

Auf den Rängen drei bis fünf folgen Mitglieder der BMW-Eigentümerfamilie Quandt. Stefan Quandt kassierte aus seiner Beteiligungen an BMW 262 Millionen Euro Dividende, Johanna Quandt kommt auf 251 Millionen Euro. Susanne Klattens Vermögen ist Thema des nächsten Bildes. Die Familie Quandt ist noch immer Großaktionär von BMW, die drei halten 46,7 Prozent am Unternehmen.

Auf diesem Bild sind Johanna Quandt (l) vom Vorstand der BMW-Herbert-Quandt-Stiftung (München) und Jürgen Chrobog, damaliger Staatssekretär im Auswärtigen Amt, bei der Eröffnung des Kongresses zur europäischen Integration zu sehen.

Susanne Klatten
7 von 10

Familie Quandt

Susanne Klatten erhielt 248 Millionen Euro aus Ausschüttungen von BMW, Altana und SGL Carbon. Sie ist die reichste Frau Deutschlands. Außerdem ist sie die Tochter von Herbert und Johanna Quandt – und somit Quandt-Erbin. Ihre bevorzugte Tugend: Zurückhaltung.

Startseite
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%