Spitzenmanager
Wer ist der dienstälteste Dax-Chef?

Seit zwölf Jahren leitet er die Geschicke seines Konzerns und ist damit der Dinosaurier unter den Bossen. Eine außergewöhnliche Verweildauer: Im Schnitt müssen die Dax-Chefs nach fünf Jahren ihren Hut nehmen.
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Seit zwölf Jahren führt Herbert Hainer den fränkischen Sportkonzern Adidas. Damit ist der 59-Jährige der dienstälteste Chef eines im Dax notierten Unternehmens.

Es ist in Deutschland inzwischen außergewöhnlich, dass sich ein Manager so lange an der Spitze eines großen, börsennotierten Unternehmens hält. Im Schnitt müssen die Vorstandschefs nach gut fünf Jahren gehen. Wie also hielt sich Hainer so lange? Das hat mehrere Gründe. Am wichtigsten aber ist: Der Niederbayer hat einen guten Job gemacht. In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Aktienkurs mehr als vervierfacht. Die Marke mit den drei Streifen ist hoch profitabel und der Konzern wächst Jahr für Jahr.

Zudem hat der passionierte Fußballer Hainer den Lokalrivalen Puma auf Abstand gehalten. Beim Herzogenauracher Nachbarn ist gerade der zweite Chef innerhalb von drei Jahren angetreten. Dazu kommt: Die Aktien des Sportkonzerns sind breit gestreut. Es fehlt also ein Großaktionär, der Hainer vom Hof jagen könnte. So kann es sich der Manager auch leisten, ein schwaches Label wie die US-Tochter Reebok über Jahre mitzuziehen.

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