Steuereinnahmen
Ist der deutsche Staat arm oder reich?

Schlaglöcher, geschlossene Schwimmbäder und zu wenig Betreuungsplätze: In Deutschland fehlt Geld für viele öffentliche Aufgaben. Ein Grund hierfür könnten zu geringe Steuereinnahmen sein.
  • 30

Knapp 1,2 Millionen Euro an Steuern müssen die deutschen Bürger und Unternehmen zurzeit zahlen – pro Minute wohlgemerkt. Laut Arbeitskreis Steuerschätzungen werden die Finanzämter am Ende dieses Jahres 615 Milliarden Euro kassiert haben. Das sind 2,5 Prozent mehr als 2012 und ein neuer Rekord.

Allerdings muss man dabei berücksichtigen: Steuereinnahmen sind immer nominelle Größen, also nicht um den Einfluss von Inflation oder Wirtschaftswachstum bereinigt. Im Klartext: Dem Finanzminister ist eine Einnahme von einer Milliarde Euro heute mehr wert als in zehn Jahren.

Die geeignetere Größe für die gesamtwirtschaftliche Belastung ist daher die Steuerquote, also der Anteil der Staatseinnahmen am Bruttoinlandsprodukt. Laut Schätzung wird diese Quote in diesem Jahr mit 22,77 Prozent nur 0,07 Punkte höher sein als im Vorjahr – also praktisch stagnieren. Und dennoch: Im Vergleich zum Jahr 2004, als die Steuerquote mit 20,2 Prozent auf dem niedrigsten Stand seit Kriegsende lag, ist das ein klarer Anstieg.

Nein, arm ist der Staat wahrlich nicht.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%