Georg von Wallwitz
„Roboter heben das Wohlstandsniveau“

Viele Branchen stehen mit der Automatisierung ihrer Fabriken noch am Anfang. Eine vielversprechende Chance für Investitionen? Der Geschäftsführer des Vermögensverwalters Eyb & Wallwitz hat daran keinen Zweifel.
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Übernehmen Roboter bald die Kontrolle in der Produktion?
Roboter werden in den nächsten Jahren immer größere Teile der Produktion übernehmen. Sie werden aber auch bei Dienstleistungen eine immer größere Rolle spielen – da gibt es sie bislang noch kaum.

Die Automatisierung wird einen größeren Schub bekommen, weil in Schwellenländern wie China die Lohnkosten signifikant gestiegen sind. Es wird immer schwieriger auf „billige Arbeitskräfte“ auszuweichen. Das haucht dem „Kollegen Roboter“ neues Leben ein

Wo gibt es heute schon die meisten Roboter?
Die meisten Roboter sind in der Industriellen Produktion im Einsatz. Sie werden immer leistungsfähiger und können immer flexibler auf unterschiedliche Anforderungen reagieren. Große Zuwächse sind im Bereich der 3D-Drucker zu erwarten: Diese werden die Produktion, die derzeit noch extrem standardisiert abläuft, immer individueller gestaltbar machen.

Was spricht für ihren Einsatz?
Sie streiken nicht – und wenn doch, lassen sie sich schnell reparieren. Sie arbeiten Tag und Nacht. Sie arbeiten auch, wo es heiß oder kalt ist, und sie gehen nicht an giftigen Dämpfen ein. Die letzten beiden Gründe gelten insbesondere für Industrieroboter, die ersten beiden insbesondere für Dienstleistungsroboter.

Aber Roboter kosten nicht nur Arbeitsplätze – das auch – sondern sie heben das allgemeine Wohlstandsniveau, indem sie die Produktivität erhöhen. Wenn es richtig gemacht wird, haben alle etwas vom Einsatz von Robotern.

Wie können Anleger profitieren?
Wir haben Aktien von Kuka und Fanuc in unseren Portfolios. Beides sind klassische Hersteller von Industrierobotern. Sie sind nicht billig, aber wer einen langen Atem hat und die Volatilität aushält, kann von ihrem Wachstum profitieren.

Welche Wertentwicklung trauen sie Aktien der genannten Unternehmen in den kommenden Jahren zu?
Über den Zyklus gesehen, also auf sieben bis zehn Jahre, sollten diese Aktien um über zehn Prozent jährlich zulegen. 

Sara Zinnecker
Sara Zinnecker
Handelsblatt online / Redakteurin
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