Allergien Wenn das Immunsystem überreagiert

Sie niesen, haben Atemnot oder rote Augen: Allergiker reagieren empfindlich auf harmlose Stoffe wie Blütenpollen. Auch bestimmte Inhaltsstoffe in Nahrungsmitteln sind Allergie-Auslöser. Immer mehr Menschen sind betroffen.
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Eine Ärztin trägt in der Hautklinik am Nürnberger Klinikum Substanzen auf die Haut einer Patientin auf. Mit dem so genannten Prick-Test sollen die Stoffe gefunden werden, die bei der Patientin zu Allergien geführt haben. Quelle: dpa

Eine Ärztin trägt in der Hautklinik am Nürnberger Klinikum Substanzen auf die Haut einer Patientin auf. Mit dem so genannten Prick-Test sollen die Stoffe gefunden werden, die bei der Patientin zu Allergien geführt haben.

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StuttgartHeuschnupfen oder Asthma, Durchfall oder Übelkeit - Allergien sind Überreaktionen des Immunsystems auf eigentlich harmlose körperfremde Stoffe. Der österreichische Kinderarzt Clemens von Pirquet prägte zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Begriff, der übersetzt in etwa „Fremdeinwirkung“ bedeutet. Der Mediziner hatte beobachtet, dass manche Menschen beim Kontakt mit bestimmten Stoffen heftige Hautausschläge oder Atemwegsprobleme bekamen.

Heute sind mehr als 20.000 Allergieauslöser bekannt - neben Blütenpollen und Insektengiften auch viele Nahrungsmittel: Milch, Nüsse, Weizen, Fisch, rohes Obst und Gemüse oder bestimmte Gewürze. Hautreaktionen, Niesattacken, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen sowie im schlimmsten Fall ein Kreislaufzusammenbruch können die Folge sein. Ursache ist in der Regel nicht das Lebensmittel als Ganzes, sondern nur ein bestimmter Inhaltsstoff.

Woran die Deutschen leiden
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Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

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Schnupfen, Bronchitis, Husten: 17,4 Prozent aller Erkrankungen drehen sich um akute Infekte der oberen Atemwege, wie es im Barmer GEK Arztreport 2013 heißt. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören beispielsweise Krankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen. Zu den besonders weit verbreiteten Atemwegserkrankungen zählt nach WHO-Schätzungen mit weltweit 235 Millionen Betroffenen Asthma.

Dicke Menschen sind einsam
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Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

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Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

Diabetes
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Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

OECD-Vergleich zur Gesundheit
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Vier von fünf Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Probleme mit dem Rücken. Laut des Statistischen Bundesamtes kostet das Kreuz mit dem Kreuz die Volkswirtschaft jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro. Übergewicht, monotones Arbeiten, Bewegungsmangel oder psychischer Druck gehören zu den Risikofaktoren, die das Robert-Koch-Institut definiert.

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Eine zunehmende Bedrohung gerade im Alter stellen Demenzerkrankungen dar. Gegenüber dem Jahr 2007 erwarten Experten, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 um 113 Prozent steigen wird. Die häufigste Form von Demenz war 2011 nach Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit 65 Prozent die Alzheimer-Demenz, die immer noch unheilbar ist.

Bei Problemen, die mit dem Verzehr von Lebensmitteln zusammenhängen, deren Ursache aber unklar ist, spricht man von „Pseudoallergien“. Auslöser können unter anderem Farb- oder Konservierungsstoffe, künstliche Aromen oder Geschmacksverstärker sein. Experten schätzen die Zahl der behandlungsbedürftigen Nahrungsmittel-Allergiker in Deutschland auf fünf bis sieben Prozent der Bevölkerung: Jeder fünfte erwachsene Bundesbürger hat nach jüngsten Studien eine Allergie gegen die unterschiedlichsten Erreger, vom Hausstaub bis zum Nickel. Allein die Zahl der Erwachsenen mit Heuschnupfen ist in den 90er Jahren um 70 Prozent auf etwa zwölf Millionen Patienten gestiegen.

  • dpa
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