Arzneimittel
Nebenwirkungen werden kaum gemeldet

Seit Oktober 2012 können Patienten im Internet den Verdacht von Nebenwirkungen bei Medikamenten melden. So sollen die Risiken vorn Arzneimitteln frühzeitig erkannt werden. Bislang wird das Portal jedoch wenig genutzt.
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LangenDas neue Verbraucherportal zu Nebenwirkungen von Arzneimitteln wird von den Patienten bislang wenig genutzt. Während der sechsmonatigen Testphase zwischen Oktober 2012 und April 2013 gingen insgesamt 304 konkrete Verdachtsfälle ein. Das teilten das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) am Montag mit.

Die meisten Meldungen betrafen Antibiotika, Psychopharmaka und auch Verhütungsmittel, heißt es in dem aktuellen Bericht zur Arzneimittelsicherheit der beiden Institute. Weitere Verdachtsfälle bezogen sich unter anderem auf Medikamente gegen Bluthochdruck und auf Impfnebenwirkungen.

Insgesamt wurden während der sechs Monate rund 17.100 Anmeldungen im neuen Internetportal registriert. Häufig wurde aber nur das Meldeformular geöffnet, ohne dass Daten eingegeben wurden. In anderen Fällen waren die Angaben unvollständig.

Laut PEI wollten viele Verbraucher das neue Angebot offenbar zunächst testen. Patienten nutzen bei Verdachtsfällen etwa von Impfnebenwirkungen aber auch andere Meldewege, wie E-Mail, die Datenbank für Ärzte, oder sie gehen direkt über den Pharmahersteller.

In Deutschland sind Pharmaunternehmen, Ärzte und Apotheker verpflichtet, Verdachtsfälle von unerwünschten Arzneimittelwirkungen zu melden. Mit dem Internetportal soll das auch für Patienten möglich sein, ohne dass dafür extra die Bestätigung eines Arztes notwendig ist. Etwaige Risiken bestimmter Medikamente sollen so frühzeitig erkannt werden.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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