Deutscher Krankenhaustag
Kliniken fordern Reform der Krankenhausfinanzierung

Jedes zweite deutsche Krankenhaus ist nicht profitabel. Häufig liegt das aber nicht an Missmanagement, sondern an den zu geringen Behandlungspauschalen der Krankenkassen, sagen Klinik-Vertreter. Sie fordern neue Gesetze.
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DüsseldorfDie deutschen Kliniken fordern von der neuen Bundesregierung eine grundlegende Reform der Krankenhausfinanzierung. „50 Prozent der Kliniken schreiben rote Zahlen“, sagte der Verwaltungsratschef der Gesellschaft Deutscher Krankenhaustag, Josef Düllings, in Düsseldorf.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung habe in der vergangenen Legislaturperiode „im Krankenhausbereich einen Scherbenhaufen hinterlassen und auf der Kassenseite ein unanständiges Vermögen aufgebaut“. Künftig müssten die Kassen zu einem „signifikanten Beitrag“ verpflichtet werden, und zwar zu einem fünfprozentigen Aufschlag auf die Fallpauschalen, sagte Düllings.

Die Systematik der Fallpauschalen, mit denen die Leistungen der Krankenhäuser je nach Krankheit und Behandlungsart abgerechnet werden, müsse revidiert werden. Der Bund solle zudem Geld für die Strukturfinanzierung der Kliniken geben und ein Zehnjahresprogramm zur Modernisierung der Krankenhäuser auflegen.

Kommende Woche startet die weltgrößte Medizinfachmesse Medica in Düsseldorf. Parallel dazu findet der 36. Deutschen Krankenhaustag statt. Bei der Auftaktveranstaltung am 20. November diskutieren Spitzenvertreter von Krankenhäusern mit den Gesundheitsexperten der Bundestagsfraktionen über die Finanzlage der Kliniken.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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