Fitness-Apps
Ärzte fordern wissenschaftliche Analysen

Ärztevertreter sehen Geräte, die Bewegungs- und Gesundheitsdaten erfassen, zwiespältig. Die Tracker, Apps und Smartwatches müssten auf Nutzen und Risiken überprüft werden. Auch der Datenschutz sei diskussionswürdig.
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Osnabrück Ärztevertreter in Deutschland betrachten den Boom auf dem Markt für digitale Gesundheitshelfer mit gemischten Gefühlen. „Prinzipiell ist es eine tolle und vorteilhafte Entwicklung, wenn sich Menschen intensiver mit ihrem gesundheitlichen Zustand und ihrem gesundheitsbezogenen Verhalten auseinandersetzen“, sagte der Telematik-Vorsitzende der Bundesärztekammer, Franz-Joseph Bartmann, der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Mittwoch). „Andererseits beobachten wir aber auch Entwicklungen, bei denen die Technikverliebtheit im Vordergrund zu stehen scheint und die medizinische Sinnhaftigkeit zweifelhaft ist.“

Fitness-Tracker, Apps und Smartwatches, die Körperdaten sammeln und zum Teil auch analysieren, werden ein Schwerpunkt auf der am Freitag beginnenden Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin sein. Bartmann forderte, die Geräte und Konzepte im Einzelfall wissenschaftlich zu untersuchen. „Und zwar nicht nur im Hinblick auf den medizinischen Nutzen, sondern auch auf den potenziellen Schaden, der durch solche Methoden auch entstehen kann.“ Zudem sei bei diesen Devices oder Apps häufig unklar, ob die individuellen Gesundheitsdaten in falsche Hände geraten könnten.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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