Gesundheitsbewusstsein Mehr Sport, mehr Gemüse, mehr frische Luft

Die vielfach empfohlenen fünf Tagesrationen an Obst und Gemüse schaffen zwar immer noch nur die wenigsten. Aber neue Zahlen zeigen immerhin: Die Deutschen leben gesünder.
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Jogger in Berlin: Die Deutschen achten immer mehr auf ihre Gesundheit. Quelle: dpa

Jogger in Berlin: Die Deutschen achten immer mehr auf ihre Gesundheit.

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Weniger Nikotin, mehr Sport und auch etwas mehr Gemüse: Immer mehr Menschen in Deutschland achten auf ihre Gesundheit. Das zeigen aktuell präsentierte Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin. Seit der ersten Befragung 2003 ist die Rauchquote bei Frauen demnach bis 2012 von 29 auf 24 Prozent gesunken, die der Männer von 38 auf 31 Prozent. Der Alkoholkonsum ging ebenfalls leicht zurück: Gut die Hälfte der Deutschen trinkt moderat, 26 Prozent im riskanten Ausmaß, aber jeder Fünfte auch überhaupt nicht.

Sportaktivitäten nahmen seit 2003 zu: Den am Donnerstag vorgestellten Daten der GEDA-Studie (Gesundheit in Deutschland aktuell) zufolge machen 35 Prozent der Frauen und 43 Prozent der Männer mindestens 2,5 Stunden Sport pro Woche. Auch Gemüse aßen die Deutschen etwas häufiger – aber nur 44 Prozent von ihnen taten dies täglich, bei den Männern nur 36 Prozent (Frauen 52 Prozent).

Zugenommen hat seit 2003 allerdings auch die Verbreitung chronischer Krankheiten, teils bedingt durch die Alterung der Bevölkerung. So stieg der Anteil der Männer mit Arthrose von 16 auf 20 Prozent, der der Frauen von 23 auf 28 Prozent. Fast jeder Dritte hat Bluthochdruck. Für die GEDA-Welle 2012 wurden von Februar 2012 bis März 2013 insgesamt 19 294 Teilnehmer aus allen Regionen Deutschlands befragt. Die Ergebnisse sind nach Region, Geschlecht, Bildungsgruppe und Alter gegliedert im Internet abrufbar.

Woran die Deutschen leiden
Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger psychisch krank
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Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

Google startet in Deutschland Grippe-Frühwarnsystem
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Schnupfen, Bronchitis, Husten: 17,4 Prozent aller Erkrankungen drehen sich um akute Infekte der oberen Atemwege, wie es im Barmer GEK Arztreport 2013 heißt. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören beispielsweise Krankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen. Zu den besonders weit verbreiteten Atemwegserkrankungen zählt nach WHO-Schätzungen mit weltweit 235 Millionen Betroffenen Asthma.

Dicke Menschen sind einsam
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Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

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Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

Diabetes
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Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

OECD-Vergleich zur Gesundheit
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Vier von fünf Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Probleme mit dem Rücken. Laut des Statistischen Bundesamtes kostet das Kreuz mit dem Kreuz die Volkswirtschaft jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro. Übergewicht, monotones Arbeiten, Bewegungsmangel oder psychischer Druck gehören zu den Risikofaktoren, die das Robert-Koch-Institut definiert.

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Eine zunehmende Bedrohung gerade im Alter stellen Demenzerkrankungen dar. Gegenüber dem Jahr 2007 erwarten Experten, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 um 113 Prozent steigen wird. Die häufigste Form von Demenz war 2011 nach Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit 65 Prozent die Alzheimer-Demenz, die immer noch unheilbar ist.

  • dpa
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