Höheres Herzinfarktrisiko
Durchblutungsstörungen in Beinen nehmen stark zu

Verengte oder verstopfte Gefäße verursachen in den Beinen eine Durchblutungsstörung. Diese periphere arterielle Verschlusskrankheit ist derzeit weltweit auf dem Vormarsch. Bestimmte Faktoren begünstigen das.
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ParisBinnen eines Jahrzehnts ist die Zahl der an schweren Durchblutungsstörungen in den Beinen leidenden Patienten einer weltweiten Studie zufolge um fast ein Viertel gestiegen. Während im Jahr 2000 noch 164 Millionen Menschen an der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) litten, waren es 2010 schon 202 Millionen, wie aus den am Donnerstag vom britischen Medizinjournal "The Lancet" veröffentlichten Ergebnissen hervorgeht. Der Studie liegen Untersuchungen in 34 Ländern zugrunde, denen zufolge sich die Krankheit vor allem bei Menschen mittleren Alters in Entwicklungsländern rapide ausgebreitet hat.

Die besagte Durchblutungsstörung - hervorgerufen durch verengte oder verstopfte Gefäße - kann das Herzinfarktrisiko nahezu verdreifachen und wird durch Rauchen, Diabetes, Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel begünstigt.

Diagnostiziert wird pAVK vor allem bei älteren Menschen, wobei für die Zunahme an Erkrankungen neben der verlängerten Lebenserwartung auch häufiges Sitzen verantwortlich gemacht wird. Der Studie zufolge leben fast drei Viertel aller Betroffenen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen, vor allem in Südostasien und den westlichen Pazifikstaaten.

Die Durchblutungsstörung sei "ein globales Problem im 21. Jahrhundert geworden und längst keine Krankheit mehr, die nur reiche Länder betrifft", sagte Studienleiter und Gesundheitsexperte Gerry Fowkes von der Universität Edinburgh. Gesundheitsbehörden müssten sich dringend Gedanken machen, wie sie das Problem angesichts der alternden Weltbevölkerung in den Griff bekommen wollen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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