Modellprojekt „Armin“
Neue Rezepte sollen Arzneimittelausgaben senken

Statt eines bestimmten Medikaments sollen Ärzte bestimmte Wirkstoffe verschreiben. Das Ziel ist klar: Die Krankenkasse will die Ausgaben für Arzneimittel senken. In Sachsen und Thüringen wird das getestet.
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Ärzte in Sachsen und Thüringen sollen AOK-Patienten künftig nur noch Wirkstoffe statt bestimmter Medikamente verschreiben. Die AOK Plus startet dazu Anfang kommender Woche gemeinsam mit den Apothekerverbänden und den Kassenärztlichen Vereinigungen das Modellprojekt „Armin“, wie die Kasse am Donnerstag in Berlin mitteilte. Der Apotheker sucht dann das passende Arzneimittel heraus und zwar möglichst von einem Hersteller, mit dem die AOK Plus Preisnachlässe vereinbart hat. Die Kasse erhofft sich davon sinkende Arzneimittelausgaben.

Das Modellprojekt ist zunächst auf knapp 200 Wirkstoffe beschränkt. Ausgenommen davon sind unter anderem Salben, Augen- und Ohrentropfen, Schmerzpflaster, Asthmasprays oder Insulin. Der Arzt kann aber in Einzelfällen auch weiterhin ein konkretes Arzneimittel verordnen.

In einer nächsten Stufe erhalten die Ärzte einen Medikationskatalog zu Therapieempfehlungen bei bestimmten Krankheiten. Dies soll nach Angaben der Verbände bei der sicheren und wirtschaftlichen Medikamentenauswahl helfen. Ferner sollen Medikantionspläne für chronisch kranke Menschen erstellt werden, die mehr als fünf Arzneien nehmen. Dadurch sollen Fehler bei der Einnahme der Medikamente verhindert und die Therapiesicherheit verbessert werden.

„Armin“ wurde von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände entwickelt. Die Teilnahme von Ärzten, Apothekern und Versicherten der AOK Plus ist freiwillig.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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