Organspende
Fehler bei Hirntod-Diagnosen

Ein Bericht über nicht den Regeln entsprechende Hirntod-Diagnosen bei potenziellen Spendern könnten neue Zweifel an Organspenden säen. Zu Unrecht, meint die Stiftung Deutsche Organtransplantation.
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Mediziner haben in den vergangenen drei Jahren insgesamt zehn Patienten abweichend von den Richtlinien für hirntot erklärt. Organe an noch Lebenden wurden aber nicht entnommen. Das sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO), Rainer Hess, der Nachrichtenagentur dpa und bestätigte damit einen Bericht der „Süddeutschen Zeitung“.

Demnach stritten sich Mediziner nach der Todesfeststellung zum Teil darüber, wie der Hirntod richtig zu bestimmen sei. Wie die SZ unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen schreibt, mussten Totenscheine nachträglich korrigert werden. Die Ursache der Misere sei die unzureichende Ausbildung der Ärzte für die Hirntod-Diagnose.

In Deutschland wird der Hirntod dem Bericht zufolge bei jährlich etwa 2000 Menschen diagnostiziert. Nur dann dürfen ihnen auch - sofern es eine Einwilligung gibt – Organe entnommen werden.

Hess kritisierte die Darstellung als weit überzogen. „Ich weise den Generalverdacht über falsche Todesfeststellungen mit Nachdruck zurück“, sagte er der dpa. Insgesamt habe es sich um zehn Fälle in drei Jahren gehandelt. Es passierten überall Fehler, bedauerlicherweise auch in der Transplantationsmedizin.

„Nur in zwei Fällen ist es zu einer Organentnahme gekommen. In den anderen Fällen hat das Kontrollsystem funktioniert. Es hat aber in keinem Fall eine Organentnahme bei Lebenden gegeben“, versicherte Hess. „Man kann nicht sagen, das Gesamtsystem versagt. Die geschilderten Fälle sind aufgeklärt.“

Im Fall eines Kleinkindes wurden dem Bericht zufolge Organe zur Transplantation ohne korrekte Diagnose des Hirntods entnommen. In acht weiteren Fällen aus den vergangenen drei Jahren seien Fehler gerade noch rechtzeitig vor der Organentnahme entdeckt worden.

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Fehler bei Hirntod-Diagnosen

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Historisches Tief bei Organspenden

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