Robert-Koch-Institut: Grippeviren machen schlapp

Robert-Koch-Institut
Grippeviren machen schlapp

Auf einen Bruchteil ist die Zahl der Grippefälle im Vergleich zu 2012/13 zurückgegangen. Keine Überraschung für das Robert-Koch-Institut. Nach einer starke Grippesaison sei der Rückgang nicht unüblich.
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Nach der ungewöhnlich heftigen Grippewelle im Vorjahr haben die Krankheitserreger in diesem Winter schlapp gemacht. Die aktuelle Grippewelle sei „deutlich schwächer“ ausgefallen als in der Saison 2012/2013, sagte Silke Buda von der Arbeitsgemeinschaft Influenza des Robert-Koch-Instituts (RKI) am Donnerstag in Berlin.

Seit Anfang Oktober wurden bislang insgesamt 5.015 klinisch-labordiagnostisch bestätigte Influenzafälle gemeldet. In der vergangenen Saison waren es rund 66.000 betätigte Influenza-Fälle, wobei nicht in jedem Fall eine Grippeerkrankung von Ärzten durch ein Labor bestätigt und damit meldepflichtig wird.

Als eine Ursache für den recht schwachen Verlauf der diesjährigen Grippewelle nannte Buda unter anderem den sehr milden Winter. „Bei mildem Winterwetter halten sich grundsätzlich weniger Menschen lange in geschlossenen Räumen auf, was das Ansteckungsrisiko senkt“, sagte die RKI-Expertin.

Zudem sei es „nicht unüblich“, dass nach einer starken Grippewelle im Jahr darauf eine schwächere Saison folge. Grund sei eine bessere Immunabwehr in der Bevölkerung. Wer im Vorjahr mit einem Grippevirus infiziert gewesen sei, sei in diesem Jahr durch sein vorbereitetes Immunsystem besser geschützt gewesen und konnte die Erreger besser abwehren. Das hängt laut Buda auch damit zusammen, dass sich die zirkulierenden Grippeviren seit vergangenem Frühjahr wenig verändert hätten.

In der sehr starken Grippesaison 2012/2013 gab es geschätzte 7,7 Millionen influenzabedingte Arztbesuche. Die Zahl der Krankschreibungen erreichte mit geschätzten 3,4 Millionen Personen den höchsten Wert seit zehn Jahren. Für die diesjährige Saison gibt es nach Angaben von Silke Buda noch keine endgültigen Schätzungen.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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