Stammzellen

Forscher züchten erstmals Mini-Mägen

US-Wissenschaftler ist es gelungen, die Miniaturausgabe eines Magens im Labor zu züchten. Mit diesen Stammzellen wollen sie zunächst Magenerkrankungen besser erforschen und hoffen auf Fortschritte etwa bei der Behandlung von Krebs.
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Stammzellen aus der Petrischale: US-Wissenschaftler wollen die Erforschung von Krebs voranbringen. Quelle: dpa

Stammzellen aus der Petrischale: US-Wissenschaftler wollen die Erforschung von Krebs voranbringen.

(Foto: dpa)

OhioForscher in den USA haben erstmals aus Stammzellen „Mini-Mägen“ gezüchtet, welche die Erforschung von Krebs oder Magengeschwüren voranbringen könnten. Wie die Fachzeitschrift „Nature“ berichtete, ist das im Labor gezüchtete Gewebe wie die „Miniaturausgabe eines Magens“. Den Forschern zufolge wurden dafür pluripotente Stammzellen verwendet – also Zellen, die noch nicht für ein bestimmtes Organ programmiert sind. Diese können entweder aus Embryonen stammen oder aus adulten Stammzellen, die in ihr Frühstadium zurückversetzt wurden und induzierte pluripotente Stammzellen (iPS-Zellen) genannt werden.

Aus den pluripotenten Zellen züchteten die Wissenschaftler in der Petrischale Magenzellen im Entwicklungsstadium, mit denen der Magen-Darm-Trakt aufgebaut wird. Die „Mini-Mägen“ sind den Forschern zufolge allerdings noch in einem sehr frühen Stadium und können bisher nicht das Gewebe eines Magens ersetzen. Tests mit Mäusen zufolge könnten aber eines Tages mit gezüchtetem Gewebe etwa Löcher geschlossen werden, die durch Magengeschwüre verursacht wurden.

Von den „Mini-Mägen“ erhoffen sich die Wissenschaftler auch Fortschritte bei der Erforschung von Krankheiten wie Krebs, Diabetes oder Fettsucht. „Bisher gab es keine gute Methode, um Magenerkrankungen von Menschen zu studieren“, betont der Biologe Jim Wells vom Klinikum in Cincinnati im US-Bundesstaat Ohio. Der menschliche Magen unterscheide sich deutlich von dem anderer Lebewesen. Die nun gezüchteten Gewebe seien identisch mit denen, die normalerweise in einem menschlichen Magen zu finden sind.

Von pluripotenten Stammzellen erhoffen sich viele Forscher seit Jahren neue Möglichkeiten – durch die Transplantation des im Labor gezüchteten Gewebes. Damit könnte etwa Haut nach schweren Verbrennungen wiederhergestellt werden oder auch durch einen Infarkt beschädigtes Herzgewebe.

Lassen sich die Risiken vermeiden?
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Aus einer „Brustkrebsfamilie“: Brustkrebs kommt in manchen Familien gehäuft vor; zwischen 5 und 10 Prozent aller Fälle sind nach Informationen der Deutschen Krebshilfe erblich bedingt. Etwa eine von 800 Frauen ist Trägerin eines veränderten sogenannten BRCA1-Gens, schätzt der Berufsverband der Frauenärzte. Der wohl prominenteste Fall ist US-Schauspielerin Angelina Jolie, die sich vorbeugend ihre Brüste entfernen ließ. Doch Betroffene müssen nicht zwangsläufig erkranken, ihr Risiko dafür ist erhöht.

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Auf den Lebensstil kommt es an: Die Forschung zum Einfluss des Lebensstils auf das Brustkrebsrisiko hat in den letzten Jahren in einigen Bereichen mehr Fragen aufgeworfen, als sie beantworten konnte. Doch eins ist klar: Bewegungsmangel und Übergewicht haben einen eindeutig ungünstigen Effekt. Gerade in den Wechseljahren habe Bewegung schützenden Effekt, so der Krebsinformationsdienst.

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Erst zur Schwangerschaftsverhütung und später in den Wechseljahren: Doch die Geschlechtshormone beeinflussen nicht nur den Menstruationszyklus, sondern auch die Entwicklung der Brust – und damit die Entwicklung von Brustkrebszellen. Über eine mögliche Erhöhung des Erkrankungsrisikos sollten Patientinnen mit ihrem Arzt sprechen.

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Auf das Alter kommt es an: Das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, ist nicht in jedem Lebensabschnitt gleich hoch. Nach Informationen des Robert Koch Instituts muss im Alter von 35 Jahren eine von 110 Frauen damit rechnen, innerhalb der nächsten zehn Jahre zu erkranken. Mit 45 ist es eine von 47, mit 55 erhält innerhalb der nächsten zehn Jahre eine von 31 Frauen die Diagnose. Am höchsten ist die Wahrscheinlichkeit im Alter von 65 bis 75 Jahren: Eine von 27 Frauen dieses Alters erkrankt. Danach sinkt das Risiko wieder leicht.

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Gute Heilungschancen: Je eher der Brustkrebs erkannt wird, umso besser die Heilungschancen. Das bestätigen die Zahlen, denn auch wenn mit der erhöhten Lebenserwartung die Zahl der Erkrankten steigt, sterben gleichzeitig weniger an den Folgen.

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Für Aufmerksamkeit sorgen: Kampagnen wie hier in Washington am Weißen Haus, wo die Rosa Schleife als Symbol für Brustkrebs gehisst wird, sollen Frauen sensibilisieren und allgemein Bewusstsein schaffen.

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Prominente Fälle: Eine der bekanntesten Brustkrebspatientinnen hierzulande ist wohl Sylvie Meis. Nach der Chemotherapie mussten ihre langen, blonden Haare 2011 erst wieder nachwachsen. Die Prominenz des Models lenkte viel Aufmerksamkeit auf das Thema – etwa wie hier bei der Charity Gala „Dreamball“ für Krebspatientinnen.

  • afp
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