Statistisches Bundesamt
Tausende Klinikaufenthalte wegen Cannabiskonsums

Wegen Cannabiskonsums kommen im Schnitt 28 Menschen pro Tag ins Krankenhaus. Wegen psychischer Probleme lassen sich laut einer Studie vor allem männliche Konsumenten behandeln.
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Wegen Cannabiskonsums kommen in Deutschland durchschnittlich 28 Menschen pro Tag ins Krankenhaus. 2012 entfielen 10.142 Klinikaufenthalte in der Bundesrepublik auf die Diagnose „Psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide“, wie die Techniker Krankenkasse (TK) am Dienstag unter Berufung auf Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte. Damit habe sich die Zahl der Fälle in den vergangenen zehn Jahren fast verdreifacht.

Den Statistikern zufolge waren laut TK vier von fünf Patienten mit dieser Diagnose männlich, nur ein Fünftel der Klinikaufenthalte entfielen auf Frauen. Statistisch gesehen blieben die Patienten demnach 12,3 Tage in der Klinik.

Weit höher lag die Zahl der Klinikaufenthalte allerdings wegen Störungen durch Alkohol (345.034) und durch Opioide wie zum Beispiel Heroin (26.512).

In den USA haben die ersten Staaten den Cannabiskonsum legalisiert. Seit Marihuana im US-Bundesstaat Colorado legalisiert wurde, brummt dort das Geschäft mit dem „Gras“. Nicht zuletzt bringt der neue Wirtschaftszweig mittels Steuergeldern auch dem Staat etwas ein. Doch nicht jeder sieht das Wachstum positiv. Kritiker befürchten eine neue mächtige Industrielobby.

Obwohl US-Gesetze teils harte Strafen für den Handel und Missbrauch von Drogen vorsehen, ist „Pot“ schon vor der Legalisierung in Colorado zur Massenware avanciert. Laut einer Studie der US-Behörde SAMHSA für Drogenmissbrauch bleibt Marihuana das am meisten genutzte Rauschgift. 7,3 Prozent der Amerikaner konsumierten im Jahr 2012 „Gras“ - ein leichter Anstieg gegenüber 5,8 Prozent im Jahr 2007.

In Deutschland gehören Cannabis und Cannabis-Produkte nach dem deutschen Betäubungsmittelgesetz zu den illegalen Suchtmitteln. Besitz, Anbau und der Handel damit sind verboten.

Agentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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