Studie zu Depressionen Keine angemessene Therapie für viele Patienten

Volkskrankheit Depression: Jeder Fünfte erkrankt im Laufe seines Lebens. Doch bei der Behandlung hapert es: Laut einer Studie erhalten drei von vier Patienten mit schwerer Depression keine angemessene Therapie.
1 Kommentar
Depression: Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung habe bis zu 80 Prozent der Patienten schlechte Therapiechancen. Quelle: dpa

Depression: Laut einer Studie der Bertelsmann Stiftung habe bis zu 80 Prozent der Patienten schlechte Therapiechancen.

(Foto: dpa)

Jeder Fünfte erkrankt im Laufe seines Lebens an einer Depression. Manche werden schwer krank. Eine angemessene Behandlung gibt es aber nicht für alle.
Die meisten Patienten mit einer schwerer Depression in Deutschland erhalten keine angemessene Therapie. Das geht aus einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung hervor. 56 Prozent der schwer Depressiven werden demnach unzureichend behandelt, also nur mit Antidepressiva oder einer Psychotherapie, aber nicht mit einer Kombination aus beidem.
18 Prozent der Patienten werden laut der Erhebung gar nicht behandelt. Nur 26 Prozent bekämen wie in Leitlinien vorgesehen eine kombinierte Behandlung mit Medikamenten und Therapie oder eine Behandlung in einer Klinik.

Woran die Deutschen leiden
Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger psychisch krank
1 von 13

Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

Google startet in Deutschland Grippe-Frühwarnsystem
2 von 13

Schnupfen, Bronchitis, Husten: 17,4 Prozent aller Erkrankungen drehen sich um akute Infekte der oberen Atemwege, wie es im Barmer GEK Arztreport 2013 heißt. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören beispielsweise Krankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen. Zu den besonders weit verbreiteten Atemwegserkrankungen zählt nach WHO-Schätzungen mit weltweit 235 Millionen Betroffenen Asthma.

Dicke Menschen sind einsam
3 von 13

Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

Operationssaal_Imago
4 von 13

Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

Diabetes
5 von 13

Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

OECD-Vergleich zur Gesundheit
6 von 13

Vier von fünf Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Probleme mit dem Rücken. Laut des Statistischen Bundesamtes kostet das Kreuz mit dem Kreuz die Volkswirtschaft jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro. Übergewicht, monotones Arbeiten, Bewegungsmangel oder psychischer Druck gehören zu den Risikofaktoren, die das Robert-Koch-Institut definiert.

Alzheimer1_Imago
7 von 13

Eine zunehmende Bedrohung gerade im Alter stellen Demenzerkrankungen dar. Gegenüber dem Jahr 2007 erwarten Experten, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 um 113 Prozent steigen wird. Die häufigste Form von Demenz war 2011 nach Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit 65 Prozent die Alzheimer-Demenz, die immer noch unheilbar ist.

Die Studie soll am Mittwoch in Gütersloh veröffentlich werden. Danach bestehen erhebliche regionale Unterschiede. Die insgesamt beste Versorgung im Vergleich der Länder gebe es in Nordrhein-Westfalen und Hessen. Schlusslichter seien Sachsen-Anhalt, Thüringen und das Saarland. Eine Ursache sei das unterschiedliche Angebot an Psychotherapeuten oder geeigneten Fachärzten.
Am wenigsten psychotherapeutische Behandlungen gibt es laut der Studie in ländlichen Kreisen in Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern. Die Stadtstaaten und die Länder Hessen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen weisen ein vergleichsweise gutes Angebot auf.

Startseite
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%