Weniger Stress

Viele Vorsätze und kaum Durchhaltevermögen

Wenn die Silvesterraketen den Himmel erleuchten, nehmen sich viele vor, im neuen Jahr vieles besser zu machen. Doch oft sind die guten Vorsätze schnell vergessen. Nur in Berlin ist das angeblich ein bisschen anders.
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Neujahr: Zu Silvester steigen über dem Brandenburger Tor in die Höhe. Hoch sind auch die Vorsätze fürs neue Jahr. Quelle: dpa

Neujahr: Zu Silvester steigen über dem Brandenburger Tor in die Höhe. Hoch sind auch die Vorsätze fürs neue Jahr.

(Foto: dpa)

HamburgIm neuen Jahr wollen die Menschen in Deutschland laut einer repräsentativen Umfrage vor allem Stress vermeiden und gesünder leben. 60 Prozent der vom Institut Forsa Befragten wollen ihr Leben stressfreier gestalten, wie die DAK-Gesundheit als Auftraggeber der Studie am Donnerstag in Hamburg mitteilte. Auf Platz zwei und drei der guten Vorsätze folgen mit jeweils 55 Prozent mehr Sport und mehr Zeit für die Familie. 48 Prozent wollen sich mehr Zeit für sich selbst nehmen. Gesünder zu essen haben sich 48 Prozent vorgenommen, das Abnehmen haben 34 Prozent auf dem Zettel.

Sparsamer sein wollen 28 Prozent, jeweils 15 Prozent haben den Vorsatz, weniger fernzusehen oder online zu sein. Verzicht auf Alkohol oder Tabak erklärten 12 beziehungsweise 9 Prozent zu ihrem persönlichen Ziel für 2015. Die Top Ten der guten Vorsätze wiederholen sich Jahr für Jahr, auch ihre Popularität schwankt nur wenig, wie aus den Befragungen der Vorjahre hervorgeht. Aber werden sie auch eingelöst? Immerhin 39 Prozent der Befragten erinnerten sich, dass sie sich auch für 2014 etwas vorgenommen hatten. Gut die Hälfte von ihnen (52 Prozent) gab an, sich länger als drei Monate an die Vorsätze gehalten zu haben.

Als besonders konsequent gaben sich Berliner, von denen 64 Prozent in der Umfrage erklärten, mindestens ein Vierteljahr durchgehalten zu haben. Auch die Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (62 Prozent) sowie die Thüringer (58 Prozent) attestierten sich einen starken Durchhaltewillen. Schneller über den Haufen warfen Bremer, Niedersachsen und Rheinland-Pfälzer ihre guten Vorsätze. Nur jeweils knapp die Hälfte (48 Prozent) gab an, sie länger als ein Vierteljahr beachtet zu haben.

Wie man es 2015 besser macht? „Die ersten Erfolgsfaktoren sind schon das richtige Auswählen und Formulieren der guten Vorsätze“, sagt die Psychologin Sabine Gregersen von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in Hamburg. Was man sich vornimmt, sollte direkt umsetzbar und messbar sein. „Gesünder leben beispielsweise ist viel zu allgemein“, meint sie. Besser wären Vorsätze wie „jeden Tag mindestens eine Portion Obst essen“ oder „dreimal wöchentlich eine halbe Stunde joggen“.

Woran die Deutschen leiden
Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger psychisch krank
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Zu den häufigsten Krankheiten in Deutschland gehören seelische Störungen. Dem Bundesgesundheitsministerium zufolge leidet jeder dritte Mensch im Laufe seines Lebens mal an einer solchen Krankheit. Die häufigste Form ist die Depression, worunter etwa Angstzustände oder auch das Krankheitsbild des Burn-out-Syndroms fallen. Stress oder berufliche Überbelastung können Gründe sein.

Google startet in Deutschland Grippe-Frühwarnsystem
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Schnupfen, Bronchitis, Husten: 17,4 Prozent aller Erkrankungen drehen sich um akute Infekte der oberen Atemwege, wie es im Barmer GEK Arztreport 2013 heißt. Zu den Erkrankungen der oberen Atemwege gehören beispielsweise Krankheiten wie Nasennebenhöhlenentzündungen. Zu den besonders weit verbreiteten Atemwegserkrankungen zählt nach WHO-Schätzungen mit weltweit 235 Millionen Betroffenen Asthma.

Dicke Menschen sind einsam
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Ähnlich häufig wie Erkrankungen der Atemwege sind in Deutschland Probleme mit dem Fettstoffwechsel. Dazu gehört beispielsweise Übergewicht, das auf falsche Ernährung und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Eine Statistik der DKV zufolge sind rund 46 Prozent der Bevölkerung übergewichtig. Männer sind dabei häufiger betroffen als Frauen.

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Im Krankenhaus stehen Ärzte bei der Versorgung schwer übergewichtiger Menschen vor einer Herausforderung. Denn durch das hohe Gewicht können die Patienten empfindlicher auf Mittel wie Sedativa und Narkosemittel reagieren. Deswegen müssen während Operationen Werte wie die Herzfrequenz oder der Blutdruck noch sicherer kontrolliert werden. GE Healthcare hat bestimmte Parameter entwickelt, um die Patienten während des Eingriffs besser überwachen zu können und ihnen im Anschluss eine bessere Erholung zu ermöglichen.

Diabetes
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Zu den Fettstoffwechselstörungen gehört unter anderem der Diabetes mellitus, im Volksmund nennt man ihn auch Zuckerkrankheit. Man unterscheidet zwischen Typ 1 und Typ 2, wobei letzterer die mit Abstand häufigere Diabetes-Form ist. 2012 litten 371,33 Millionen Menschen weltweit an Diabetes - 2030 sollen es laut International Diabetes Federation schon 551,87 Millionen sein.

OECD-Vergleich zur Gesundheit
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Vier von fünf Erwachsenen haben mindestens einmal in ihrem Leben Probleme mit dem Rücken. Laut des Statistischen Bundesamtes kostet das Kreuz mit dem Kreuz die Volkswirtschaft jedes Jahr rund 20 Milliarden Euro. Übergewicht, monotones Arbeiten, Bewegungsmangel oder psychischer Druck gehören zu den Risikofaktoren, die das Robert-Koch-Institut definiert.

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Eine zunehmende Bedrohung gerade im Alter stellen Demenzerkrankungen dar. Gegenüber dem Jahr 2007 erwarten Experten, dass die Zahl der Betroffenen bis zum Jahr 2050 um 113 Prozent steigen wird. Die häufigste Form von Demenz war 2011 nach Angaben des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung mit 65 Prozent die Alzheimer-Demenz, die immer noch unheilbar ist.

  • dpa
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