Unfälle vermeiden
Eine Ampel für Wildtiere

Jährlich kommt es auf Deutschlands Straßen zu tausenden Unfällen mit Rehen, Hasen und Wildschweinen. An den Leitplanken angebrachte Sender könnten Signale aussenden, die das Wild vom Verkehr fernhalten.
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Susanne Berge, Nümbrecht

Vor einigen Monaten ist mir nachts ein Reh vors Auto gelaufen. Ich war sehr langsam unterwegs, aber es ist direkt in die Seite meines Autos gesprungen. Es gab einen lauten Knall. Ich habe angehalten und nachgesehen, konnte das Tier aber nicht finden. Die Polizei meinte, es sei wahrscheinlich nicht so schwer verletzt gewesen und wieder in die Wiese zurück gelaufen ist. Trotz des glimpflichen Ausgangs: Der Schreck blieb wochenlang. Wenn ich jetzt nachts mit dem Auto unterwegs bin, bin ich immer sehr angespannt.

Seitdem überlege ich, wie man solche Unfälle verhindern kann. Schließlich ereignen sich in Deutschland jährlich rund 195.000 Wildunfälle, davon alleine 170.000 mit Rehwild. Dabei kamen im Jahr 2006 etwa 220.000 Wildtiere ums Leben, 2800 Menschen wurden bei einem Wildunfall verletzt und zehn starben.

Angesichts dieser Zahlen ist meine Erfindungs-Idee: In für Wildunfälle typischen Gebieten könnte man in die Leitplanken kleine Sensoren einbauen. Diese würde ein herannahendes Auto schon von weitem erfassen. Die Geräte könnten dann ein akustisches Signal in Richtung Wiese und Wald aussenden. Der Ton müsste für Rehe, Wildschweine und Hasen unangenehm sein, so dass sie sich von der Straße weg bewegen. So würde eine Art Ampel für Wildtiere entstehen: Wenn ein Auto kommt, springt die "Ampel" auf rot, die Tiere laufen nicht über die Straße. Mir und vielen Autofahrern blieben so diese Schreckmomente und vielleicht auch Schlimmeres erspart.

Haben Sie auch eine Idee, eine Erfindung, eine Vision für die Zukunft? Teilen Sie sie uns mit unter der E-Mail-Adresse erfindung@handelsblatt.com.

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