E wie Elektrosmog

Eine unsichtbare Gefahr?

Er ist geruchlos, er ist unsichtbar, er ist geräuschlos. Aber dennoch können wir ihm kaum entgehen. Strittig ist, ob Elektrosmog der Gesundheit nun schadet oder nicht. Aber was ist er eigentlich?
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Von Mobiltelefonen geht kurzfristig eine relativ hohe Strahlung aus – vor allem wenn der Empfang schlecht ist. Quelle: dpa

Von Mobiltelefonen geht kurzfristig eine relativ hohe Strahlung aus – vor allem wenn der Empfang schlecht ist.

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Smog ist als besonders schwere Schadstoffbelastung der Luft geläufig. Schon die Wortkombination der englischen Begriffe smoke (Rauch) und fog (Nebel) illustriert die dicken Dunstschichten, die über Ballungszentren liegen. Mit Mundschutz wollen etwa viele Chinesen dem Smog entgehen, wenn sie sich durch den zähen Verkehr Pekings schlängeln. Zumindest augenscheinlich verschwindend ist hingegen was umgangssprachlich als Elektrosmog geläufig ist. Gemeint sind sowohl niedrigfrequente elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente elektromagnetische Felder.

Niederfrequente und magnetische Felder: Mikrowelle, Föhn oder Leselampe – zahlreiche Geräte des alltäglichen Gebrauchs werden mit niederfrequentem Strom betrieben. Das heißt, die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde liegt unter 100 Kilohertz. Egal ob an- oder ausgeschaltet, angeschlossen ans Stromnetz sind die Geräte ebenso wie die Leitungen ständig von elektrischen Feldern umgeben. Zusätzliche magnetische Felder entstehen, wenn sie tatsächlich Strom fressen. Dicke Hauswände schlucken die Schwingungen aber fast komplett, und je weiter die Entfernung zur Quelle umso geringer die Strahlung.

Schöne vernetzte Arbeitswelt
Neues Buchungszentrum von TopTicketLine
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Großraumbüros, in denen die Angestellten ihrer Arbeit in kleinen Stellwandabteilen nachgehen, sollten die Zukunft sein. Das dachte zumindest der Erfinder des Cubicle-Office, Robert Probst. Doch statt Produktivität förderte sein Konzept Eintönigkeit und Isolation. Dabei ist besonders die Möglichkeit zum gemeinsamen Arbeiten aktuellen Studien zufolge der Schlüssel zu Erfolg und Kreativität. Neue Technologien machen darüber hinaus auch vernetztes Arbeiten möglich, womit die Effizienz in Unternehmen deutlich gesteigert werden kann.

Gemeinschaftsbüros "Coworking Spaces"
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Gemeinschaftsbüro in Nürnberg: Lässt man Arbeitnehmern die Wahl, von wo aus sie arbeiten wollen, so entscheiden sich zunehmend mehr für die eigenen vier Wände, Büros außerhalb des Unternehmens oder gleich für das Café um die Ecke. Technologien wie Wireless LAN und Mobile Computing schaffen die Basis, sich auch von unterwegs in das Firmennetzwerk einzuwählen. Einige Konzerne ermitteln über Sensoren in Echtzeit, wo ihre Angestellten am produktivsten innerhalb eines Bürokomplexes arbeiten und können so gezielt Umbaumaßnahmen vornehmen.

One year after Hurricane Sandy
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Rund 40 Prozent aller amerikanischen Arbeitnehmer werden der Schätzung einer Softwarefirma zufolge bis 2020 als Leiharbeiter, in befristeten Arbeitsverhältnissen oder als Selbstständiger tätig sein. Zum Vergleich: In Deutschland lag der Anteil von Selbstständigen und Zeitarbeitern an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen im Jahr 2012 bei rund 13 Prozent. Der Trend weg von geregelten Arbeitszeiten und Löhnen hin zur größeren Flexibilität bringt jedoch für beide Seiten einige Vorteile mit sich.

Kita in Leipzig
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Arbeitgebern ermöglicht diese Entwicklung am Arbeitsmarkt, schnell auf wechselnde unternehmerische Anforderungen zu reagieren. Selbstständige profitieren davon, dass sie sich ihr Arbeitspensum so einteilen können, wie es ihnen ihr Leben erlaubt. So bleibt etwa mehr Zeit für die Kinderbetreuung oder andere Aufgaben übrig.

huGO-BildID: 19223708 Hochschule Offenburg, Studenten, Fachkräfte, Ausbildung
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Aufgaben wie etwa die eigene Weiterbildung. Bis zum Jahr 2020 werden Schätzungen der Unternehmensberatung McKinsey zufolge rund 40 Millionen hochqualifizierte Arbeiter in Unternehmen überall auf der Welt fehlen. Besonders groß wird der Mangel in Entwicklungsländern sein. Unternehmen und Arbeitnehmer haben jedoch einen innovativen Weg gefunden, dieser Herausforderung zu begegnen.

Employee works on his computer at the office of CloudFactory, a Canadian startup that based itself in Kathmandu
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Crowdsourcing-Plattformen ermöglichen es Designern, Programmierern und anderen Fachkräften, sich miteinander zu vernetzen. Gemeinsam können sie so projektspezifische Arbeitsanforderungen leicht erfüllen. Das Unternehmen Cloudfactory wurde in Nepals Hauptstadt Kathmandu von einem Kanadier gegründet und betreibt inzwischen von Büros in Nepal, Hong Kong und den USA aus ein Online-Portal, auf dem sich Selbstständige aus allen Teilen der Welt finden können, um zusammen zu arbeiten. Eigenen Angaben zufolge sollen auf diese Weise bis zu einer Million neue Arbeitsplätze in Entwicklungsländern geschaffen werden.

Surgery_Raven_4_Overview
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In Entwicklungsländern soll auch eine Technik, die Videokonferenzen samt der Steuerung eines Roboters ermöglicht, große Fortschritte bringen. Selbst im Bereich der medizinischen Weiterbildung sind dann Lehrgänge ohne physische Präsenz der Teilnehmer möglich. So kann beispielsweise der Roboter Raven IV chirurgische Eingriffe an einem Modell durchführen, das Tausende Kilometer entfernt steht.

Hochfrequente magnetische Felder: Ab einem Schwingungsbereich von 100 Kilohertz bis zu 300 Gigahertz gehen elektrische Felder immer mit magnetischen einher. Quellen sind etwa Funksendeanlagen, also Fernseh- und Radiosender, Mobilfunkmasten und -telefone oder W-Lan-Stationen. Hochfrequente Felder können sich von der Quelle, etwa einer Sendeantenne, ablösen und wellenförmig ausbreiten. So funktioniert etwa die Rundfunkübertragung. Diese elektromagnetische Strahlung ist nicht einfach abschirmbar und durchdringt ohne Weiteres gewöhnliche Wände und Fenster.

Die Debatte um Elektrosmog dreht sich vor allem um die hochfrequenten magnetischen Felder: Schaden sie der Gesundheit? Wissenschaftlich ist das nicht abschließend geklärt, was sich etwa am Beispiel vieldiskutierter Mobilfunkantennen zeigt. Die eine Seite argumentiert, die elektromagnetische Spannung in der Umgebung dieser Masten läge unterhalb der Grenzwerte. Für zweifelhaft halten andere Wissenschaftler diese Messungen. Unter anderem kritisieren sie, dass in der Regel nur der Hauptstrahl gemessen wird, nicht aber die sich davon abspaltenden Nebenstrahlen.

Rotkehlchen auf Abwegen
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