E wie Elektrosmog
Eine unsichtbare Gefahr?

Er ist geruchlos, er ist unsichtbar, er ist geräuschlos. Aber dennoch können wir ihm kaum entgehen. Strittig ist, ob Elektrosmog der Gesundheit nun schadet oder nicht. Aber was ist er eigentlich?
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Smog ist als besonders schwere Schadstoffbelastung der Luft geläufig. Schon die Wortkombination der englischen Begriffe smoke (Rauch) und fog (Nebel) illustriert die dicken Dunstschichten, die über Ballungszentren liegen. Mit Mundschutz wollen etwa viele Chinesen dem Smog entgehen, wenn sie sich durch den zähen Verkehr Pekings schlängeln. Zumindest augenscheinlich verschwindend ist hingegen was umgangssprachlich als Elektrosmog geläufig ist. Gemeint sind sowohl niedrigfrequente elektrische und magnetische Felder sowie hochfrequente elektromagnetische Felder.

Niederfrequente und magnetische Felder: Mikrowelle, Föhn oder Leselampe – zahlreiche Geräte des alltäglichen Gebrauchs werden mit niederfrequentem Strom betrieben. Das heißt, die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde liegt unter 100 Kilohertz. Egal ob an- oder ausgeschaltet, angeschlossen ans Stromnetz sind die Geräte ebenso wie die Leitungen ständig von elektrischen Feldern umgeben. Zusätzliche magnetische Felder entstehen, wenn sie tatsächlich Strom fressen. Dicke Hauswände schlucken die Schwingungen aber fast komplett, und je weiter die Entfernung zur Quelle umso geringer die Strahlung.

Hochfrequente magnetische Felder: Ab einem Schwingungsbereich von 100 Kilohertz bis zu 300 Gigahertz gehen elektrische Felder immer mit magnetischen einher. Quellen sind etwa Funksendeanlagen, also Fernseh- und Radiosender, Mobilfunkmasten und -telefone oder W-Lan-Stationen. Hochfrequente Felder können sich von der Quelle, etwa einer Sendeantenne, ablösen und wellenförmig ausbreiten. So funktioniert etwa die Rundfunkübertragung. Diese elektromagnetische Strahlung ist nicht einfach abschirmbar und durchdringt ohne Weiteres gewöhnliche Wände und Fenster.

Die Debatte um Elektrosmog dreht sich vor allem um die hochfrequenten magnetischen Felder: Schaden sie der Gesundheit? Wissenschaftlich ist das nicht abschließend geklärt, was sich etwa am Beispiel vieldiskutierter Mobilfunkantennen zeigt. Die eine Seite argumentiert, die elektromagnetische Spannung in der Umgebung dieser Masten läge unterhalb der Grenzwerte. Für zweifelhaft halten andere Wissenschaftler diese Messungen. Unter anderem kritisieren sie, dass in der Regel nur der Hauptstrahl gemessen wird, nicht aber die sich davon abspaltenden Nebenstrahlen.

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Rotkehlchen auf Abwegen

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