Eardex Das Lexikon der Preise

Wer eine Reise plant, umziehen oder auswandern will, kann bei Eardex checken, wie weit er mit seinem Budget kommt. Das Start-up baut ein Wikipedia der Lebenshaltungskosten in der ganzen Welt auf – mit Hilfe der Nutzer.
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Was kostet die Welt? Das Start-Up Eardex will Lebenshaltungskosten weltweit transparent machen. Quelle: Eardex

Was kostet die Welt? Das Start-Up Eardex will Lebenshaltungskosten weltweit transparent machen.

Quelle: Eardex

Was kostet ein Hotel in Paris, wieviel ein Liter Benzin in Kanada, und was muss man für eine Coca-Cola in Peru bezahlen? Das Preisvergleichs-Portal Eardex will die Antworten liefern, und das für alle Länder und Städte der Welt. Backpacker, Geschäftsreisende und Touristen können sich hier vor ihrer Reisen informieren, wie hoch sie ihr Tagesbudget kalkulieren sollten – und während oder nach der Reise ihrerseits aktuelle Preise aus dem Reiseland eintragen.

„Wir wollen ein Wikipedia für Preise weltweit sein“, erklärt Eardex-Mitgründer Fabian Walker, der vor zwei Jahren mit drei Mitstreitern das Unternehmen gründete. Als Dokumentarfilmer kam er viel herum: „Die Preise waren bei Reisen immer ein Thema“, berichtet er: „Eines, das jeden interessiert.“

Zum Preisvergleich haben die Eardex-Gründer zehn Kategorien gewählt: eine Übernachtung in einem Hotel oder Hostel und die Preise für drei Produkte, die es überall auf der Welt gibt, nämlich einen Big Mac, eine Schachtel Marlboro und eine Coca-Cola. Außerdem die Kosten für ein Bier, einmal Essen gehen, einen Liter Benzin, einen Mietwagen pro Woche, und eine Fahrt mit dem öffentlichen Nahverkehr.

Sowohl Durchschnittspreise für ein Land, als auch für Regionen und größere Städte sind ersichtlich. Wer beispielsweise von Berlin nach München umziehen will, kann sich schon einmal darauf einrichten, für ein Bier durchschnittlich 4,64 Euro statt drei Euro zu bezahlen. Das ist aber noch harmlos gegen die Preise in Oslo, hier kostet ein Bier laut Eardex stolze 9,92 Euro. Backpacker sollten im australischen Melbourne ein tägliches Budget von 37,62 Euro einplanen, Hotel-Touristen in New York brauchen mindestens 80 Euro pro Tag. Auf den Philippinen sind es nur 28 Euro, in Südafrika 45 Euro.

Groß und Klein gesellt sich gern
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Wenn Groß sich klein macht

Start-ups können internationalen Konzernen frische Ideen liefern, im Gegenzug können große Unternehmen den kleinen Partnern ein gewisses Gewicht am Markt verleihen. Die aufstrebenden Firmen bringen außerdem oft einige Nachwuchstalente mit: Yahoo hat seit 2012 ganze 20 Start-ups in seinen Besitz gebracht. Eines davon ist Stamp, dessen Gründer nach New York geschickt wurden, um dort an Yahoos Produkten im Bereich Mobile Technik zu arbeiten.

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Filmreife Kooperation

Start-ups mit dem entsprechenden Potenzial können sich mit Hilfe von Partnerschaften auf höherer Ebene ausprobieren: Das Technologieunternehmen Oblong, dessen Gründer die Gestik-basierte Steuerungssoftware aus dem Film Minority Report mitbeeinflusst haben, hat für GE ein Pilotkonzept im Bereich Smart-Grid-Analyse entwickelt. Im Jahr 2013 haben die beiden Firmen einen Lizenzabschluss vermeldet.

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Big money, Big Data

Unternehmen können potenzielle Wettbewerber auch gleich kaufen. Im Juli 2014 hat Salesforce, ein großes Unternehmen im Bereich Kundenbeziehungsmanagement, 390 Millionen US-Dollar für RelateIQ bezahlt – ein kalifornisches Big-Data-Start-up, das Daten aus E-Mails und Telefonanrufen sammelt und auswertet, um relevante Erkenntnisse in Echtzeit zu liefern.

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Unerforschtes Terrain

Bei Übernahmen geht es nicht nur darum, sich Wettbewerber einzuverleiben. Große Unternehmen können Start-ups auch kaufen, um ihre Position in neuen Märkten zu festigen. Im Juli hat Apple die Firma BookLamp gekauft, ein E-Book-Start-up, das für seine Buch-Analysesoftware bekannt war. Dessen Technik soll nun vermutlich Apples iBooks-Service verbessern.

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Wie hält man die Ehe am Laufen?

Damit Partnerschaften zwischen Start-ups und Giganten gelingen, müssen oft die Kulturen, Strukturen und Ausrichtungen zweier Unternehmen verflochten werden. Für Start-up-Kräfte, die unabhängiges Arbeiten gewohnt sind, kann das schnell stressig werden. Aber Größenvorteile und die Fähigkeit „die Welt zu verändern“ können ein gutes Verkaufsargument sein.

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Das Risiko wert

Wie nützlich gemeinschaftliche Aktivitäten sein können, war Unternehmen nicht schon immer bewusst. Doch die Angst um das geistige Eigentum haben sie offenbar überwunden. Laut GE Innovation Barometer 2014 gaben 77 Prozent der befragten Manager an, dass Kooperationen das Risiko wert sind. Als Innovationsmotor der nächsten Dekade sind Start-ups und Jungunternehmer die beliebtesten Partner.

Der Inhalt dieser Bilderstrecke stammt aus einer Publikation auf GE Look Ahead und kann unter folgendem Link eingesehen werden: http://gelookahead.economist.com/slideshow/odd-couples/

Damit die Preise richtig und aktuell bleiben, ist die Seite auf den Input der Nutzer angewiesen. Rund hundert neue Preise werden durchschnittlich am Tag eingetragen. Eine App ist in Planung und soll dafür sorgen, dass es bald noch mehr werden. Denn dann können Nutzer auch von unterwegs, etwa aus dem Supermarkt oder dem Restaurant, ihren Teil beisteuern.

Finanziert wird das Projekt bisher über Werbung. Künftig wollen die Gründer Unternehmen anbieten, durch Anzeigen zielgerichtet Nutzer in der jeweiligen Region weltweit anzusprechen.

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