Einsparverordnung
Strengere Energie-Standards für Neubauten

Heizung und Warmwasseraufbereitung sind die größten Energiefresser. Mit der Energie-Einsparverordnung will der Staat die Effizienz von Häusern erhöhen. Seit Mittwoch ist sie neu geregelt, doch nicht allen gefällt das.
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BerlinNeubauten in Deutschland müssen künftig mit weniger Energie auskommen. Das Bundeskabinett segnete am Mittwoch in Berlin endgültig eine Neufassung der Energie-Einsparverordnung (EnEV) ab, die entsprechende Minimalstandards für Immobilien verbindlich festschreibt.

Demnach reduziert sich der zulässige Primärenergiebedarf ab 1. Januar 2016 um 25 Prozent, die Anforderungen an die Dämmwirkung der Gebäudehülle steigen dann im Schnitt um 20 Prozent. Für bereits bestehende Immobilien ändert sich aber nichts.

Die EnEV ist ein wesentlicher Hebel, mit dem der Staat die Energieeffizienz von Immobilien steigern will. Ein Großteil des Energieverbrauchs in Deutschland entfällt auf das Heizen und das Aufbereiten von Warmwasser, weshalb das Thema eng mit der Energiewende und dem Kampf gegen steigende Nebenkosten verbunden ist. Der Verband der deutschen Wohnungsunternehmen kritisiert die Novelle scharf und warnt vor steigenden Mieten für Neubauten.

Die EnEV wird regelmäßig angepasst, wobei zugleich auch neue Vorgaben der EU einfließen. So wird mit der aktuellen Novelle unter anderem auch zur Pflicht, Energiekennwerte von Häusern und Wohnungen bei Immobilienanzeigen anzugeben. Die schon 2009 eingeführten Energieausweise sollen leichter verständlich werden, indem dort Energieeffizienz-Klassen angegeben werden, wie das etwa schon bei Elektrogeräten und Autos der Fall ist.

Der Bundesrat hatte der EnEV am Freitag zugestimmt, allerdings zahlreiche Änderungen im Detail in die Vorlage eingefügt. Die Bundesländer forderten, die EnEV und andere Energiewende-Vorschriften im Immobiliensektor zusammenzufassen, um „Akzeptanz und Transparenz“ zu erhöhen. Zudem forderte die Länderkammer von der Bundesregierung, jährlich zwei Milliarden Euro für die energetische Gebäudesanierung bereitzustellen. Aufgrund der Änderungen musste das Kabinett der Verordnung am Mittwoch erneut zustimmen.

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Was ändert sich durch die neue EnEV für Häuslebauer?

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